FM Das Heft (0)

Haltung bewahren

Im Auto. Auf dem Weg ins Büro. Auf Radio Austria läuft der neue Song des burgenländischen Interpreten Lemo. Ein starker Song. Er trifft. Mitten ins Herz. Genau darum geht’s jetzt: „Weißer Raum, kahle Wände/ Draußen geht die Welt zu Ende/ Drinnen hängt die Zeit wie nasser Sand/ Du sitzt allein in deiner Kammer/ Hol’ dir einen großen Hammer/ Und schlag’ ein Loch durch deine Wand/ Und sag’ mir, wer, ja wer/ Soll außer dir den Karren aus dem Dreck ziehen?/ Und ich glaub’ an dich,/ Ganz egal, was war, was ist/ Es wird gut unterm Strich.“

Ich rücke die Krawatte zurecht und marschiere ins Büro. Fieberkontrolle. Desinfektion. Abstand halten. Kommunikation nur über die Gegensprechanlage. Maskenpflicht.

Die Redakteurin eines Fernsehsenders ruft an und ersucht mich um ein Statement. Am besten gleich jetzt. „Das Kamerateam ist in 30 Minuten da.“ Kein Problem. Solange sich die an die Spielregeln halten. Auf meinem Instagram-Account poppt ein Foto auf: Eine bekannte Unternehmerin in top-elegantem Outfit. Mit dem Begleittext: „Ready for the office… Always a reason to dress up.” Das Kamerateam ist da. Die Redakteurin lächelt mich an: „Sie wussten doch gar nicht, dass wir heute kommen, Herr Mucha? Anzug, Krawatte? Gehen Sie immer so ins Büro?“ Meine Antwort lautet: „Ja.“

Genau darum geht es jetzt. Und ja, ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, meiner Freude darüber, dass ich wieder gesund aufgewacht bin, Ausdruck zu verleihen. Mein Glück zu fühlen, dass es kein verräterisches Kratzen im Hals gibt, dass meine Familie und unser Betrieb von Corona verschont geblieben sind. Und dass das ein neuer Tag ist, wir Arbeit haben und die Medien gut laufen. Den ich so angehe, wie ich das seit 45 Jahren halte: Gut gekleidet, rasiert und mit einem Lächeln im Gesicht. Ich habe vor, auch weiterhin aufrecht durch diese Zeit zu gehen. Man nennt das Haltung.

Natürlich überlegt man mit 66 Jahren immer wieder einmal, ob es nicht besser wäre – insbesondere in diesem Annus horribilis –,
den Hut draufzuhauen. Das gute Privatvermögen nicht corona-
bedingten schlechten Umsätzen in der Firma nachzuwerfen.

Schon vor einiger Zeit habe ich diesbezüglich eine Entscheidung getroffen: Ich werde nicht zulassen, dass jeder, der meinen Verlag auf Wikipedia googelt, zu dem Schluss kommt, dass uns nach 45 erfolgreichen Jahren just eine blöde Pandemie in die Knie gezwungen hat. Das lasse ich nicht zu. Da gehe ich durch. Justament. Deswegen werde ich wohl noch einige Jahre – vorausgesetzt, es erwischt uns nicht und Ekaterina und ich kommen da heil durch – dranhängen. 

Eine, die das genauso sieht, ist die Präsidentin der Salzburger Festspiele: Dr. Helga Rabl-Stadler. Ich kenne sie schon seit Jahrzehnten. Sie ist ein beeindruckender Charakter. Jemand, der mit seinem Charisma, seiner Persönlichkeit und seinem resoluten Auftreten – das freilich nicht aus Überheblichkeit resultiert, sondern aus der Kompetenz, die sie verströmt – jeden noch so großen Raum füllt. Mit Persönlichkeit, Empathie und dieser unbändigen Kraft, die jenes Fluidum versprüht, das andere motiviert, ermutigt, stützt, tröstet und antreibt, es ihr nachzumachen. 

Was für ein Leben: In eine erfolgreiche Unternehmerfamilie hineingeboren, erfährt sie erst mit 21, dass ihr leiblicher Vater der seinerzeit mächtigste Medien-Mann Österreichs, ORF-General Gerd Bacher, ist. Studium der Rechts-, Publizistik- und Politikwissenschaften. 1970 Promotion. Journalismus, Unternehmertum und Familie unter einen Hut gebracht. Räumlich vom Ex-Kurier-Herausgeber Peter Rabl getrennt, geschieden, aber doch in gutem Einvernehmen. Erfolgreiche Journalistin. Miteigentümerin des Modehauses Resmann, das sie – so beweist es das Testergebnis des größten heimischen Shopping-Guides – in lichte Höhen führt. Präsidentin der Salzburger Wirtschaftskammer. Abgeordnete zum Nationalrat, wo sie sich für flexible Arbeitszeiten, eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten und bessere steuerlich-rechtliche Bedingungen für Sponsoren einsetzt. Und schlussendlich Präsidentin der Salzburger Festspiele. Sie ist das Bindeglied zwischen Kultur und Wirtschaft. Eine brillante Verhandlerin. Unglaublich geschickt in Finanzierungsfragen, diplomatisch und doch sehr energisch, wenn es um die Umsetzung der Prinzipien geht. „Kunst muss anecken“, sagt sie. Und lässt doch der Kunst ihre Freiheit. 

Im Interview brilliert sie mit exzellentem Fachwissen. Da zeigt eine, dass sie absolut firm in Sachen Klassik, Oper und Inszenierungen ist. Immenses Wissen blitzt durch. Sie besticht durch Kompetenz und Fachkenntnis. Was sie im heurigen Jahr – Corona zum Trotz – aufgestellt hat, sucht seinesgleichen. Diese Frau geht aufrecht durchs Leben. Hat sich nicht – so wie viele Kulturmanager, die im geschützten Bereich sich gemütlich zurücklehnen und die Republik zahlen lassen (sicher die bequemste Variante) – aufs Abwarten eingestellt, sondern ist da durchgegangen. Und hat eine außergewöhnlich bemerkenswerte Leistung im heurigen Jahr hingelegt. Dafür erhält sie den FM Incomingpreis 2020. Und das Fest werden wir im nächsten Jahr nachholen. Versprochen. Ich darf Dr. Helga Rabl-Stadler namens der Elite-Redaktion allerherzlichst gratulieren. Und Ihnen, geschätzte Leser, viel Freude bei der Lektüre einer außergewöhnlichen Ausgabe wünschen. 

Herzlichst 

Ihr

Christian W. Mucha 

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Das Who is Who der Modewelt

Chanel, Virginie Viard

Aus der rechten Hand wurde der kreative Kopf: 2019, nach dem   Tod von Karl Lagerfeld, der ab 1983 als Chefdesigner fungierte, übernahm Virginie Viard das Ruder beim französischen Modekonzern Chanel. Die französische Modedesignerin stammt aus einer Familie von Seidenproduzenten. Sie studierte an einer Modeschule und arbeitete nach ihrer Ausbildung als Kostümbildnerin für Theater und Film. Über 30 Jahre arbeiteten Lagerfeld und Viard eng zusammen. Ihre ersten eigenen Kollektionen lassen schon erahnen, wohin die Reise geht: Nämlich zurück. Zur einzigen Frau vor ihr: Viard setzt auf reduzierte Tragbarkeit und huldigt so der frühen Coco Chanel, die selbst in lauten Zeiten souveräne Stille bevorzugte. Viard setzt das Erbe von Coco Chanel und Karl Lagerfeld mit französischen Klassikern wie schwarzen Borsalinos fort – mit ihren ganz eigenen Mitteln.

Louis Vuitton, Nicolas Ghesquière

2013 entschied sich Louis Vuitton für Nicolas Ghesquière – und umgekehrt. Der französische Modeschöpfer ist für eine konzeptuelle Mode bekannt und fand bereits mit 15 Jahren Einstieg in die Modebranche. Nach seinem Schulabschluss begann er als Designassistent für Jean Paul Gaultier zu arbeiten. Ab 1997 war Ghesquière 15 Jahre als Creative Director bei Balenciaga tätig, bevor er Nachfolger von Marc Jacobs, Paul Helbers und Kim Jones bei Louis Vuitton wurde. Hier arbeitet er nun an der Seite von Virgil Abloh (Herrenkollektion) und Johnny Coca (Lederwaren und Accessoires). Das französische Luxuswaren-Unternehmen bringt seit 1854 einzigartige Designs auf die Welt, die Innovation mit Stil verbinden. Heute bleibt das Haus dem Geist seines Gründers Louis Vuitton treu, der durch Gepäck, Taschen und Accessoires eine echte „Kunst des Reisens“ erfand. Seitdem hat das Label im Laufe der Jahre seine Türen für Architekten, Künstler und Designer geöffnet und kreiert heute auch Kleidung, Schuhe, Accessoires, Uhren, Schmuck und Düfte.

Versace, Donatella Versace

Donatella Versace gehört wohl zu den bekanntesten Namen der Fashionwelt. Die 65-jährige Italienerin gehört zu den ganz Großen der Branche und ist ein tolles Beispiel für echte Frauenpower. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist seit 1997 Chef-Designerin bei Versace und begeistert seitdem mit ihren eindrucksvollen Ideen. Das italienische Modeunternehmen Versace wurde 1978 von ihrem älteren Bruder, Gianni Versace, in Mailand gegründet. Als er jedoch vor seinem Anwesen in Miami Beach erschossen wurde, übernahm Nesthäkchen Donatella seinen Platz. Neben dem unglaublichen Verlust, den sie zu verkraften hatte, musste sie nun dem Erbe ihres Bruders gerecht werden. Der Druck war groß. Anfangs wurde die Übernahme des Chefsessels in der Modewelt belächelt, ihre ersten Entwürfe kritisiert – bis sich herausstellte, wie talentiert sie tatsächlich ist. So machte sie das Modehaus schließlich größer als jemals zuvor. Versaces Designs galten schon von Beginn an als opulent und gewagt. Das Markenzeichen – ein stilisierter Medusa-Kopf – ziert viele der Luxus-Teile, wie Bekleidung, Accessoires und Parfums. Donatella schaffte es, den unkonventionellen, schrillen Grundstil des Labels zu wahren und trotzdem ihre eigenen Ideen einzubringen. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete Donatella lange zuvor schon an der Seite ihres großen Bruders und wollte sich mit ihren PR-Kenntnissen in die Firma einbringen. Gianni sah in ihr jedoch eher eine „Muse“ und eine „Inspiration“ als eine Partnerin. Erst nach seinem Tod zeigte sich, welche Fähigkeiten in Donatella stecken. Ihr Solodebüt folgte mit der Vorführung der Frühjahrskollektion der Hauptlinie 1998, für die sie ihre erste Haute-Couture-Modenschau veranstaltete. Zurzeit kontrolliert Donatella die Produktionen und leitet die Modenschauen des Labels. Um ihre Marke weiterhin weltweit bekannter zu machen, bekleidet sie persönlich prominente Größen wie Eric Clapton, Jennifer Lopez und Lady Gaga. 

Von Ekaterina Mucha

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O du Fröhliche

1. Diese dreireihige Armkette von Dorotheum Juwelier ist aus Gelbgold, Weißgold sowie Roségold gefertigt und sorgt für ein elegantes Funkeln am Handgelenk.  2. Luxus pur für die Haut schenken Sie mit der „Precious Collection“ Apullenkur von Babor. Die Wirkstoffe setzen genau dort an, wo die Alterung beginnt. Sie geben der Haut und den Zellen den nötigen Energieschub, innere Aufpolsterung und sofortiges Lifting, um die Zeichen der Zeit zu bekämpfen. 3. Das „Pashmisilk xMas Set“ von Marlies Möller enthält alles, was es braucht, um Ihr Haar seidig weich zu pflegen. 4.  „Ambreé“ Duftset von Narciso Rodriguez mit Parfum, Body Lotion sowie Shower Gel für Liebhaber von holzig-orientalischen Düften. 5. Edle Schneekugel aus der Home Collection von Cartier. 6. Zweiteiliges Geschenkset „Celebrate your Confidence Boosters“ von It Cosmetics mit Cleanser und Augencreme. Das Duoschenkt der Haut Tag für Tag neue, jugendlich-frische Ausstrahlung, Geschmeidigkeit, Glätte und Zartheit.

Von Ekaterina Mucha

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Model-Potenzial

Frohnatur

Für die Cruise Kollektion 2021 lädt Louis Vuitton zu einer Reise unter dem Motto „Game On“ ein. Das ikonische Monogram spielt und verschmilzt im Design von Kleidung und Accessoires mit den vier Farben der Pokerkarten und sorgt für ein unbeschwert modisches Abenteuer. Die Visuals der Print-Kampagne mit der französischen Schauspielerin Léa Seydoux wurden von Craig McDean fotografiert. Seydoux ist neben Stars wie Sophie Turner, Jennifer Connelly und Michelle Williams bereits seit 2016 Markenbotschafterin des Luxuslabels und posierte bereits für mehrere Kampagnen. Zuvor konnte sie schon Modeljobs für Miu Miu und Prada gewinnen.

Starke Stimme

Der neue Parfum „Voce Vita“ von Valentino feiert die Facetten jeder Frau und trägt mit seinem Duft ihre Stimme in die Welt. Um eine Aura zu kreieren, die jede Frau motiviert, ihre Stimme zu erheben und zu sagen, was sie zu sagen hat, arbeitete Valentino mit den Parfumeurinnen Honorine Blanc und Amandine Clerc Marie zusammen. Als Testimonial wurde die US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Lady Gaga ausgewählt. Ihre starke, leidenschaftliche, engagierte, laute Stimme mit Durchsetzungskraft, die man sofort erkennt, trägt die Botschaft von Valentino in die Welt. Lady Gaga teile dieselben Werte wie das Label und habe sich schon immer dafür eingesetzt, Unterschiede zu feiern. Sie zählt mit über 150 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Sängerinnen, und auch als Schauspielerin gelang ihr mit der Hauptrolle in „A Star Is Born“ der internationale Durchbruch.

Honigsüß

Um die schönste Zeit des Jahres zu zelebrieren, lancierte Guerlain die limitierte Christmas Collection 2020: „Golden Bee“. Die weihnachtliche Serie umfasst insgesamt sieben Produkte, darunter auch legendäre Kreationen des Hauses in einer neuen Edition. Als Gesicht der Kollektion wählte Guerlain das russische Fotomodell Natalia Vodianova. Ihre Model-
karriere begann bereits mit 17 Jahren, als sie einen Vertrag bei Viva Models ergatterte. Einige Jahre später regnete es förmlich Aufträge. So konnte Vodianova hoch angesehene Labels wie Gucci, Calvin Klein, Chanel oder Versace von sich überzeugen. 

Von Ekaterina Mucha

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Winter Glow

© Giorgio Armani

eleganten Make-up-Look. 1. Die ölfreie „Luminous Silk Foundation“ verbindet hochwirksame Pigmente mit einer schwerelosen Textur. 2. Foundation und Puder-Finish in einem: Der „Luminous Silk Kompaktpuder“ kann alleine oder über der Foundation aufgetragen werden. 3. Der „Lip Maestro“ mit feincremiger Gel-Basis bürgt für ultralangen Tragekomfort. 4. „Rouge d‘Armani Matte“ enthält neben einer hohen Konzentration von Pigmenten ein lichtstreuendes Gel, Esteröl und hydratisierendes Jojoba-Öl.

Von Ekaterina Mucha

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Wohin in Wien?

Paul & Vitos

Am Petersplatz, an der Ecke zur Goldschmiedgasse, haben Gastronomin Eva Maria Wukonigg und ihr Mann Christian Wukonigg ein stilsicher gestaltetes Schmuckstück geschaffen, in dem mediterranes Savoir-vivre zelebriert wird: das Paul & Vitos, benannt nach ihren beiden Söhnen. Auf der Speisekarte finden sich saisonale Gerichte mit lokalen und urbanen Einflüssen, die von Küchenchef Patrick Pannosch in kleinen Portionen serviert werden. Ob für das erste Gabelfrühstück, den schnellen Hunger zwischendurch oder den großen Appetit – hier findet jeder Geschmack das Richtige.

Petersplatz 11, 1010 Wien

www.paulundvitos.wien

© Philipp Lipiarski

Hilton Vienna Park

Österreichs größtes Hotel – das Hilton Vienna Park – erstrahlt nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in neuem Glanz. Das Designkonzept, das vom Londoner Luxus-Inneneinrichtungsstudio Goddard Littlefair entworfen wurde, ist von der Pracht des Wiener Klassizismus inspiriert und spiegelt die unaufdringliche Eleganz der Stadt wider. Zusätzlich zum Restaurant Lenz gibt es hier nun auch das neue Café und Bar-Konzept Selleny‘s.
Dort werden leichte und gesunde Gerichte serviert, wie etwa trendige Bowls, die mit biologischen Zutaten aus der Region zubereitet werden.

Am Stadtpark 1, 1030 Wien

www.hilton.com

© Hilton Vienna

Amador

Drei-Sterne-Starkoch Juan Amador verwöhnt im Amador mit innovativen Menüs. Damit dort auch in der Coronazeit sorglos geschlemmt werden kann, verteilte er nun die Luftreiniger „Aspura Aura“ von Pronom Air im Restaurant. Somit wird den Gästen ab sofort 99 % virenfreie Luft versprochen. „Damit sich unsere Gäste in den herausfordernden Zeiten auch weiterhin in entspannter Atmosphäre an ihren kulinarischen Erlebnissen erfreuen können“, so Amador.

Grinzinger Straße 86, 1190 Wien 

www.restaurant-amador.com

© Amador

 

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Gut gewogen

Seit über zweieinhalb Monaten arbeiten Ekaterina und ich und ein ganzes Team von Mitarbeitern an einer Idee, die uns im Frühsommer zugeflogen ist. In Zeiten von Corona, wo es keine Feste, Veranstaltungen und Partys gibt, liegt auch die Gesellschaftsberichterstattung darnieder. Freilich können zu solchen Zeiten jene, die etwas Spannendes für die Gesellschaftsreporter zu bieten haben, das eigene Standing nachhaltig verbessern. Was wir – im Juni des heurigen Jahres – durch die freundliche Fügung des Schicksals am eigenen Leib verspüren durften. Wir hatten im Herbst des Jahres 2019 auf Vox bei der „Millionärs Shopping Queen“ mitgemacht. Und Ekaterina hat die Sache gewonnen. Just zum Abflauen der Corona-Probleme im Juni strahlte der Sender dann das über drei Stunden lange Machwerk aus. Sonntagabend. Prime Time. Eine Millionen-Seherschaft. Die Sache ging medial durch die Decke. Tausende soziale Kontakte, die meisten davon positiv, über 80 Printberichte und insgesamt 16 TV-Reportagen bescherte uns ein Gossip-Format. Unglaublich, wie TV wirkt.

Ekaterina hat über Nacht ihr Standing substanziell verbessert, die Webpages von uns legten binnen kürzester Zeit gewaltig zu (und haben das Niveau auch seither stetig halten können). Allein Ekaterinas Blog konnte einen Zuwachs von über 1500 Prozent an Zugriffen verzeichnen. Ein wahrer Geldregen, wie ihn nur die Goldmarie erleben kann, ergoss sich über uns. Die Aufträge in unseren Medien entwickelten sich so gut, dass das Corona-Jahr plötzlich zum Erfolgsjahr wurde.

Und weil ich ein faustischer Mensch bin, der stets nach mehr strebt, wollte ich da noch eins draufsetzen. Und hatte die Idee, wenn es schon kaum reale Events gibt, ein artifizielles Ereignis zu konstruieren. Und was lag näher, als eine Rankinglist der 357 wichtigsten Promis zu erstellen, die dieser Tage, Wochen und Monate sowieso gesellschaftlich unter Entzugserscheinungen leiden. Ebenso wie die Berichterstatter. Wir erstellten in mühevoller Kleinarbeit eine Longlist, reduzierten sie immer weiter bis auf 357, und dann hatte ich die Königsidee: Damit uns niemand vorwirft, warum wir uns arrogieren, aus eigenen Stücken die Prominenten zu bewerten, wollte ich die aussagekräftigste Jury aller Zeiten zusammenbringen. Und wer könnte das besser sein als jene, die über die Prominenten berichten. Insgesamt 23 Society-Reporter konnten wir dafür motivieren und begeistern. Ihre Konterfeis finden Sie auf Seite 20. Jedem von ihnen versprachen wir, seine individuellen Votings streng vertraulich zu behandeln (denn wir wollten ja die Relationen der Reporter zu ihrer Klientel nicht beschädigen – schließlich wäre niemand froh, wüsste er, dass ihn ein Gesellschaftsreporter substanziell schlechter bewertet als andere – und wollten die Unabhängigkeit und die Neutralität der handelnden Personen nicht gefährden).

Auf der anderen Seite galt es, dafür zu sorgen, dass die Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und Authentizität dieser Liste gewährt ist. Wir haben deshalb die Auswertungsbögen, die eingegangenen Emails und auch unsere eigenen Bewertungen dem Notariat Clemens Fritsch in 1130 Wien zur Verfügung gestellt, der einen notariellen Verwahrungsvertrag davon gefertigt hat. Er hütet alle Zahlen, Daten und Fakten. Womit jede Diskussion zur „Echtheit“ dieser Liste sich erübrigt.

Zum Zweiten haben wir in all jenen Fällen, wo Interessenkonflikte auftraten, die Bewertungen der Juroren neutralisiert. René Wastler etwa durfte nicht über seinen Dienstgeber Wolfgang Fellner urteilen. Wastlers Bewertung wurde durch den Durchschnittswert der Wertungspunkte aller anderen Juroren, die kein Nahe- oder Abhängigkeitsverhältnis zu Wolfgang Fellner haben, ersetzt. Dies haben wir bei allen Personen, die im persönlichen Umfeld „Partei“ sind, so gehalten. Selbstverständlich haben auch unsere Chefredaktion, Ekaterina und ich (die MG MedienGruppe hat sich vier Stimmen von gesamt 27 vorbehalten) uns selber nicht benotet.

Die Liste ist in sich, wie ich meine, sehr stimmig. Man spürt zwischen den Zeilen, dass die, die da geurteilt haben, von ihrem Handwerk definitiv viel verstehen. Freilich wollten wir noch einen weiteren Schritt, der die Sache bei über 20.000 Einzel-Bewertungspunkten leider noch komplizierter gemacht hat, setzen. Wir wollten, dass jenen, wo sich einzelne Journalisten entweder weigern, sie zu bewerten, oder wo Journalisten, die nicht auf spezifischen Feldern tätig sind, die handelnden Personen einfach nicht kennen und ihnen keine Punkte geben,

kein Nachteil erwächst. Wir haben uns daher einer mathematischen Formel bedient, die sich schon in der Vergangenheit bei Rankings gut bewährt hat: In jenen Fällen, wo kein Eintrag von den Juroren gegeben wurde oder ein Stricherl gesetzt wurde, haben wir die Durchschnittswerte der Ergebnisse aller anderen Juroren ermittelt und dort eingefügt. Womit das mathematische Mittel, sprich der Median all derer, die die betreffende Person kennen und sie bewertet haben, herangezogen wurde.

Was nun die Kriterien betraf, haben wir drei Leistungsmerkmale der Prominenten abgefragt: Ihre Bekanntheit, den Glamourfaktor – ein fader Zipf oder ein Mauerblümchen werden so gar nicht gerne in den Medien gefeatured – und drittens eine Kategorie, die zu den beiden ersten durchaus in kontroversiellem Widerspruch stehen kann: Nämlich den Werbewert der Prominenten. Was alleine schon eine eigene Titelgeschichte wert wäre. Und was hoffentlich die Marketingleiter, Werbechefs und Agentur-Entscheider, die unser Elite gerne und leidenschaftlich lesen, motivieren sollte, den einen oder anderen, den sie in der Vergangenheit nicht auf der Liste hatten, künftig in die nähere Wahl zu nehmen.

In der dazugehörigen Titelgeschichte habe ich mich dann damit auseinandergesetzt, wie man es anstellen muss, in Österreich prominent zu werden. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Ansätzen und Methoden. Die wichtigste (und das wird Ihnen jeder tüchtige Berater bestätigen) ist, dass Sie authentisch, echt und originär daherkommen.

Das weiß man von Gossip-Formaten wie „Big Brother“, „Dschungelcamp“ oder „Haus der Stars“. Spätestens am dritten Tag haben die Seher durchschaut, wer sich verstellt, wer mit einer Maske, Larve oder einer falschen Visage daherkommt und wer authentisch, echt und wahrhaftig ist. Und eines ist dabei ganz gewiss: Die „Falschspieler“ sind die Ersten, die vom Publikum herausgewählt werden.

Zum anderen sollte man auffallen. Eine Boxernase wie die von Fadi Merza schadet da gar nicht. Im Gegenteil: So einen merkst du dir. Bewusst kontroversielle Argumentation wie bei Nina Proll, die mit Leidenschaft selbst bei den größten Tabuthemen der Gesellschaft, von MeToo bis zur Corona-Krise, aus der Reihe tanzt, zeigt detto Wirkung. Und auch Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit bringen Punkte, wie etwa ein gewisser Andreas Gabalier immer neu vorexerziert.

Und es mag auch nicht schaden, wenn man Herzenswärme ausstrahlt, wenn man Gutes tut (und da wird auch gerne toleriert, wenn man darüber redet) oder wenn man sich für sozial Schwache und Benachteiligte einsetzt. Gute Menschen haben es leichter im Leben. Weiters kann es nicht schaden, Kanten und Ecken zu haben und den einen oder anderen deftigen Sager abzusondern. Schlussendlich: Gutes Aussehen hilft immer. Naiv, wer das leugnet.

Apropos Sager: Journalisten brauchen Wortspenden. Langatmige Ausführungen, garniert mit Fachausdrücken, sind fehl am Platz. Es muss kurz, knapp, gschmackig, möglichst witzig, pointiert und auf den Punkt daherkommen, was Ihnen entschlüpft. Aber – Sie können Gift darauf nehmen, dass keinem der Top 200 irgend etwas so einfach „entschlüpft“. Denn das, was die am Opernball, bei Festen, Events und Charities von sich geben, ist in 99 Prozent der Fälle vorher eingelernt, geübt, strategisch überlegt, ausformuliert, damit die Chancen steigen, „gebracht“ zu werden. Wer bestreitet, so zu handeln, der lügt Sie an. So einfach ist das. Denn die Zahl derer, die imstande sind, brillant aus dem Stegreif und aus dem Bauch zu formulieren, ist hierzulande überschaubar. Wer das nicht glaubt, der soll einmal die ausgepumpten Fußballer der österreichischen Bundesliga und die der deutschen nach dem Spiel beim Interview belauschen. Vive la difference!

Lassen Sie mich abschließend festhalten, dass unsere Liste keinen wie immer gearteten Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Wenn’s Ihnen allen Spaß macht, dann machen wir das im nächsten Jahr wieder. Vorausgesetzt, die handelnden Journalisten lassen sich noch einmal darauf ein. Denn die meisten hatten keine Ahnung, wie viele Zahlen sie da in wie viele Kästchen malen müssen. Und für diese Fleißaufgabe gebührt ihnen unser allerherzlichstes Dankeschön. Denn ohne ihr Engagement und ihre Bereitschaft wäre diese Titelgeschichte nicht möglich gewesen.

Sohin hoffe ich, dass wir Ihnen allen eine spannende Story liefern und ein prall gefülltes Herbstheft, das Ihnen in Zeiten, wo Sie – teils noch immer im Homeoffice sitzend, mit etwas mehr Tagesfreizeit ausgestattet als sonst oder in der Kurzarbeit zu Leseratten mutiert – das bekommen, was wir Ihnen so gerne liefern: Außergewöhnlichen Stoff, den es nur in Elite gibt. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen Ihr

Christian W. Mucha

P.S.: Wenn es dem einen oder anderen sauer aufstoßen mag, dass Ekaterina und ich auch in dieser Liste aufscheinen – ich hätte größtes Verständnis dafür. Die Entscheidung darüber haben wir uns nicht leicht gemacht. Ursprünglich haben wir uns nur aus Neugier nominiert. Vom Ergebnis waren wir – die wir uns bei realistischer Selbsteinschätzung irgendwo unter den Top 200 eingeschätzt hätten – dann extrem überrascht. Doch eine Umfrage unter ungezählten Experten, von APA-Vorstand Dr. Clemes Pig („Society ist gar nicht meins, aber ich würde mich an eurer Stelle da nicht rausnehmen“) über Dr. Christian Nusser von Heute, Wolfgang Fellner, Norman Schenz, René Wastler und Co. hat uns dann bewogen, uns doch drinnen zu lassen.

Dazu galt es noch eine letzte Frage zu klären: Haben wir deshalb bessere Punkte bekommen, weil wir das Ergebnis einsehen konnten? Ein genauerer Blick auf die Einzelwertungen der Juroren hat uns da eines Besseren belehrt. Einige von denen haben sich überhaupt nicht geniert, uns deutlich weniger Punkte zu geben als unsere Selbsteinschätzung. Und deren Ehrlichkeit rechnen wir den Betreffenden (Hand aufs Herz) auch hoch an. Und dass das mathematisch begründet dann doch nicht durchgeschlagen hat, liegt an der unbestechlichen Magie der Zahlen. Der Obige

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Das Maß aller Dinge

Im Waldland Österreich (© Donald Trump) explodieren nicht nur die Bäume: Da brennen auch die Träume. Denn wer hegt nicht im verborgenen Herzenskämmerlein den inbrünstigen Wunschtraum, das zu erleben, was Andy Warhol uns allen versprochen hat: Dass jeder von uns wenigstens einmal im Leben für einen Moment berühmt sein wird. Wobei – es wäre nicht so schlecht, wenn das dann eine längere Zeitspanne überdauern könnte… 

Österreichs Prominenz ist – um das unprätentiös zu formulieren – ein „wilder Haufen“. Eine Mischkulanz aus Künstlern, Sportlern, Unternehmern, Models, Schnorrern, Angebern, Selbstdarstellern, gepuschten Ikonen und Adabeis, die sich stets dann, wenn’s irgendwo Aufmerksamheit zu holen gibt, um die vordersten Plätze drängeln.

Die Riege der Austro-Promis reicht vom „unsterblichen“ Skirennläufer (sein Platz in der Geschichte ist ihm sicher, seit er den Weltmeistertitel mit einem Hundertstel Vorsprung eingeheimst hat) über einen Baumeister, der bevorzugt um das teure Geld seiner Mieter im Einkaufstempel Hollywood-Stars in Stretchlimousinen zum Opernball karrt, bis zur veroperierten Charity-Lady, die jeden klagt, der auch nur behauptet, ihre Lippen wären aufgespritzt. Wer diese – vermeintlich einem Fellini-Film entsprungene – Partie Revue passieren lässt, dem fällt nur der Satz „Die Gspritzten haben immer Saison“ ein. Von der Rennsport-Legende über den Oscar-Preisträger, Euromilliardäre und Bürgermeisterfrauen ebenso wie zu Star-Figaros, Kindermoden-Bankrotteuren und Ferrari-Liebhabern reicht das breite Spektrum jener, die meistgenannt die heimischen Gazetten bevölkern. 

Warum die betreffenden Personen (darunter übrigens auch eine russischstämmige Juristin und ein 66-jähriger Fachmagazineur) prominent sind, erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Wieso jemand bekannt wird, genannt wird, erwähnt wird, warum Spitzentypen, die in ihrem Metier Hervorragendes leisten, Zeit ihres Lebens in erbärmlicher Anonymität dahindümpeln und aufgeblasene Nichtsnutze mit übersteigertem Ego, scharfen Ellenbögen und dem Talent zum Schmeicheln emporkommen, vermag niemand genauer zu analysieren, zu verstehen, zu deuten oder zu planen. 

Wie also schafft man es in die Liga der außergewöhnlichen Persönlichkeiten? Die Antwort darauf gab mir vor vielen Jahren Albert Fortell. Ein Mann, der in Wahrheit Albert Fortelni heißt. Und als Sohn eines bekannten Wiener Schauspielers in die Fußstapfen seines Vaters trat. Mit wechselndem Erfolg. Fortelni damals zu mir im O-Ton: „Um genannt zu werden, muss man jene verstehen, die über Events, Veranstaltungen, Partys, Charities, Feste und Großereignisse berichten. Die sind doch in Wahrheit arme Hunde. Am Opernball erklärt dir jeder, dass er jetzt tanzen gehen wird. Und eigentlich interessiert das nach dem 6423. Interview keinen mehr. Also: Ein spannender Spruch muss her. Ein kurzer, prickelnder Sager muss vorbereitet sein. Eine spannende Geschichte. Das werden sie bringen. Und wer regelmäßig abliefert, der schafft es, immer wieder genannt zu werden. Und plötzlich ist er prominent.“ Fortelni hatte immer einen Spruch parat. Wohl vorbereitet. Ob er sich im richtigen Moment den Arm brach oder mit einem bekannten Hollywood-Schauspieler rein zufällig zu Oscar-Zeiten eine Auto-Karambolage in Los Angeles hatte – seine Gschichtln waren immer klug vorbereitet und vom Feinsten. 

Adabei, der verwichene Roman Schliesser, war die legendäre Galionsfigur der heimischen Berichterstatter. Der zweitmeistgelesene Kolumnist der Kronen Zeitung, geschlagen nur von Staberl Richard Nimmerrichter, gab das Tempo vor: Wenn Schliesser einen Satz von Franz-Josef Strauß mit deftigen, knapp gesetzten und brutal formulierten Worten wiedergab, dann entwickelte sich daraus flugs ein diplomatischer Eklat zwischen Österreich und Bayern. Der rasende Roman war das Maß aller Dinge. Jene, über die er schrieb, konnten sich wahrhaftig glücklich schätzen. Sanktionen kannte er nur eine: „Wenn mir jemand zuwider ist, dann kommt er bei mir nicht vor. Den ignorier ich. So einfach ist das“, formulierte er sein Credo gegenüber dem Autor dieser Zeilen. 

Doch konnten in der Schliesser-Prassl-Ära (Franz Prassl war sein Konterpart beim Kurier, und die beiden hassten einander redlich) noch allerlei Deftigkeiten verbreitet werden, hat sich der Wind gedreht: Heute gehen die Uhren anders als seinerzeit. Da läuft alles politisch korrekt ab. Da wird mit der Goldwaage abgewogen. Und wehe, man hält sich nicht an die Regeln. Wenn bei der Wahl zur Miss Earth keine Masken getragen werden, dann bekommen die Society-Journalisten Schaum vor dem Mund. Wenn Friedrich Schiller gefragt wird, ob er sich mit einem Kontrahenten versöhnen würde, und der Spruch entschlüpft ihm: „Sicher. Ich würde mich ja auch mit Adolf Hitler versöhnen“, dann springt selbst die eigene Ehefrau Jeannine symbolische fünf Meter hoch. Und distanziert sich vom eigenen Göttergatten. Und der Ausrutscher verbreitet sich lawinös.

Sohin zählen heute Political Correctness, soziales Engagement und Bekanntheit. Obgenannte Jeannine kriegt schon öfter mal ihr Kleeblatt (gleichzeitige Berichterstattung in allen vier wichtigen Tagesmedien, Kurier, Krone, Heute und Österreich), wenn sie für die Kinder in Moldawien unterwegs ist. Damit machst du die großen Punkte. Dazu kommt, dass mit Facebook, Instagram, TikTok, YouTube und Co. jedermann sein eigenes Medium hat. Sohin ist alles viel breiter aufgestellt als früher. Wer heute zum Who ist Who zählen möchte, der muss vielfältig sein: In den sozialen Netzwerken punkten, täglich spannende Berichte, gute Fotos und starke Videos posten. Und sich dann noch zu allem Überdruss mit einer Spezies herumschlagen, die noch vor Jahren als Grippe-Erkrankung galt: mit den Influencern. 

Von Christian W. Mucha

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Die neuen IT-Girls

Paris Hilton, Nicole Richie, Kim Kardashian und Co. machten ihren Status als „It-Girl“ zum Beruf und ebneten so vielen Frauen den Weg ganz nach oben. Warum sie berühmt sind, ist oft nicht ganz klar, doch sie haben das „gewisse Etwas“, sind immer stylish gekleidet und stehen ganz oben auf den Gästelisten aller wichtigen Events. 

Die Bezeichnung „It Girl“ geht auf den Filmstar Clara Bow zurück – durch die Hauptrolle im Stummfilm „It“ (deutscher Titel: „Das gewisse Etwas“) wurde sie zum Sexsymbol der 1920er-Jahre und zum „ersten It-Girl“. Seit 2009 ist der Begriff im Duden vertreten und wird dort als „junge oder jüngere Frau, die durch ihr häufiges öffentliches Auftreten in Gesellschaft prominenter Personen und ihre starke Medienpräsenz einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist“ definiert.

Businesswoman

Die Zeiten, in denen ein It-Girl als „Nichtskönnerin“ galt, sind jedoch vorbei. So sind die neuen It-Girls Businessfrauen und in der Branche mehr als nur berühmt, sondern oft richtige Multitalente. Sie sind Model, Unternehmerin,  Modedesignerin, Schauspielerin, Sängerin oder auch Autorin – sie machen ihre Person zur Marke. Um den Bekanntheitsgrad aufrecht zu erhalten, müssen sie hart arbeiten und sich immer wieder neu erfinden. Elite zeigt eine Liste der 25 berühmtesten It-Girls.

Von Ekaterina Mucha

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Grandioses Setting

Konzept der Freiheit

Bei der Chanel Fall/Winter 2020 Fashion Show entschied sich Karl Lagerfelds Nachfolgerin Virginie Viard für ein schlichtes, weißes Setting, durch das die Models liefen. Passend zu der Kollektion selbst, die sich mit dem Konzept der Freiheit befasst.

Nachhaltiger Gedanke

Burberrys Fall/Winter 2020 Fashion Show fand in der gewölbten viktorianischen Eisenwerkhalle in Olympia statt – ein Veranstaltungsort in London, der zu der Zeit gebaut wurde, als Thomas Burberry seine Firma gründete. Das Gebäude bietet nicht nur eine ideale Kulisse, um die neue Kollektion von Riccardo Tisci zu präsentieren, der Veranstaltungsort wurde außerdem als „nachhaltig zertifiziert“ eingestuft. Ein weiterer Schritt für das Luxus-Label, seinen CO2-Fußabdruck zu verringern. 

Hypnotisierend

Die Gäste der Fall/Winter 2020 Fashion Show von Versace erwartete ein Raum auf der Piazza Lina Bo Bardi mit einem riesigen Spiegel. Donatella Versace hypnotisierte die Menge mit auffälligen Drucken, Leder, Ultra-Minikleidern und einer gesunden Portion Glanz.

Zurück zu den Wurzeln

Für die Präsentation von Chanels „Métiers d‘Art“ Kollektion 2019/20 mit dem Titel „Paris – 31 rue Cambon“ hat Virginie Viard Coco Chanels legendäres Apartment im Grand Palais in Paris nachbauen lassen –  ein besonderer Blickfang ist dabei  die verspiegelte Treppe, die in der 31 rue Cambon in Paris von den Haute Couture-Salons in die oberen Etagen führt. Während die Models hier während der Modenschauen hinunterschwebten, um die neuen Kreationen vorzuführen, saß Coco Chanel auf den Stufen – auf Stufe Nummer fünf, ihre Glückszahl – und beobachtete aus dem Verborgenen die Reaktionen ihrer Kundinnen. Die Spiegeltreppe ist auch für Designerin Viard Ausgangspunkt jeder Kollektion. „Ich stelle mir vor, wie ein Model sie hinuntergeht, und frage mich: In welchem Kleid? Mit welchen Schuhen?“, erzählt sie.

Von Ekaterina Mucha

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