Haltung bewahren

Im Auto. Auf dem Weg ins Büro. Auf Radio Austria läuft der neue Song des burgenländischen Interpreten Lemo. Ein starker Song. Er trifft. Mitten ins Herz. Genau darum geht’s jetzt: „Weißer Raum, kahle Wände/ Draußen geht die Welt zu Ende/ Drinnen hängt die Zeit wie nasser Sand/ Du sitzt allein in deiner Kammer/ Hol’ dir einen großen Hammer/ Und schlag’ ein Loch durch deine Wand/ Und sag’ mir, wer, ja wer/ Soll außer dir den Karren aus dem Dreck ziehen?/ Und ich glaub’ an dich,/ Ganz egal, was war, was ist/ Es wird gut unterm Strich.“

Ich rücke die Krawatte zurecht und marschiere ins Büro. Fieberkontrolle. Desinfektion. Abstand halten. Kommunikation nur über die Gegensprechanlage. Maskenpflicht.

Die Redakteurin eines Fernsehsenders ruft an und ersucht mich um ein Statement. Am besten gleich jetzt. „Das Kamerateam ist in 30 Minuten da.“ Kein Problem. Solange sich die an die Spielregeln halten. Auf meinem Instagram-Account poppt ein Foto auf: Eine bekannte Unternehmerin in top-elegantem Outfit. Mit dem Begleittext: „Ready for the office… Always a reason to dress up.” Das Kamerateam ist da. Die Redakteurin lächelt mich an: „Sie wussten doch gar nicht, dass wir heute kommen, Herr Mucha? Anzug, Krawatte? Gehen Sie immer so ins Büro?“ Meine Antwort lautet: „Ja.“

Genau darum geht es jetzt. Und ja, ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, meiner Freude darüber, dass ich wieder gesund aufgewacht bin, Ausdruck zu verleihen. Mein Glück zu fühlen, dass es kein verräterisches Kratzen im Hals gibt, dass meine Familie und unser Betrieb von Corona verschont geblieben sind. Und dass das ein neuer Tag ist, wir Arbeit haben und die Medien gut laufen. Den ich so angehe, wie ich das seit 45 Jahren halte: Gut gekleidet, rasiert und mit einem Lächeln im Gesicht. Ich habe vor, auch weiterhin aufrecht durch diese Zeit zu gehen. Man nennt das Haltung.

Natürlich überlegt man mit 66 Jahren immer wieder einmal, ob es nicht besser wäre – insbesondere in diesem Annus horribilis –,
den Hut draufzuhauen. Das gute Privatvermögen nicht corona-
bedingten schlechten Umsätzen in der Firma nachzuwerfen.

Schon vor einiger Zeit habe ich diesbezüglich eine Entscheidung getroffen: Ich werde nicht zulassen, dass jeder, der meinen Verlag auf Wikipedia googelt, zu dem Schluss kommt, dass uns nach 45 erfolgreichen Jahren just eine blöde Pandemie in die Knie gezwungen hat. Das lasse ich nicht zu. Da gehe ich durch. Justament. Deswegen werde ich wohl noch einige Jahre – vorausgesetzt, es erwischt uns nicht und Ekaterina und ich kommen da heil durch – dranhängen. 

Eine, die das genauso sieht, ist die Präsidentin der Salzburger Festspiele: Dr. Helga Rabl-Stadler. Ich kenne sie schon seit Jahrzehnten. Sie ist ein beeindruckender Charakter. Jemand, der mit seinem Charisma, seiner Persönlichkeit und seinem resoluten Auftreten – das freilich nicht aus Überheblichkeit resultiert, sondern aus der Kompetenz, die sie verströmt – jeden noch so großen Raum füllt. Mit Persönlichkeit, Empathie und dieser unbändigen Kraft, die jenes Fluidum versprüht, das andere motiviert, ermutigt, stützt, tröstet und antreibt, es ihr nachzumachen. 

Was für ein Leben: In eine erfolgreiche Unternehmerfamilie hineingeboren, erfährt sie erst mit 21, dass ihr leiblicher Vater der seinerzeit mächtigste Medien-Mann Österreichs, ORF-General Gerd Bacher, ist. Studium der Rechts-, Publizistik- und Politikwissenschaften. 1970 Promotion. Journalismus, Unternehmertum und Familie unter einen Hut gebracht. Räumlich vom Ex-Kurier-Herausgeber Peter Rabl getrennt, geschieden, aber doch in gutem Einvernehmen. Erfolgreiche Journalistin. Miteigentümerin des Modehauses Resmann, das sie – so beweist es das Testergebnis des größten heimischen Shopping-Guides – in lichte Höhen führt. Präsidentin der Salzburger Wirtschaftskammer. Abgeordnete zum Nationalrat, wo sie sich für flexible Arbeitszeiten, eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten und bessere steuerlich-rechtliche Bedingungen für Sponsoren einsetzt. Und schlussendlich Präsidentin der Salzburger Festspiele. Sie ist das Bindeglied zwischen Kultur und Wirtschaft. Eine brillante Verhandlerin. Unglaublich geschickt in Finanzierungsfragen, diplomatisch und doch sehr energisch, wenn es um die Umsetzung der Prinzipien geht. „Kunst muss anecken“, sagt sie. Und lässt doch der Kunst ihre Freiheit. 

Im Interview brilliert sie mit exzellentem Fachwissen. Da zeigt eine, dass sie absolut firm in Sachen Klassik, Oper und Inszenierungen ist. Immenses Wissen blitzt durch. Sie besticht durch Kompetenz und Fachkenntnis. Was sie im heurigen Jahr – Corona zum Trotz – aufgestellt hat, sucht seinesgleichen. Diese Frau geht aufrecht durchs Leben. Hat sich nicht – so wie viele Kulturmanager, die im geschützten Bereich sich gemütlich zurücklehnen und die Republik zahlen lassen (sicher die bequemste Variante) – aufs Abwarten eingestellt, sondern ist da durchgegangen. Und hat eine außergewöhnlich bemerkenswerte Leistung im heurigen Jahr hingelegt. Dafür erhält sie den FM Incomingpreis 2020. Und das Fest werden wir im nächsten Jahr nachholen. Versprochen. Ich darf Dr. Helga Rabl-Stadler namens der Elite-Redaktion allerherzlichst gratulieren. Und Ihnen, geschätzte Leser, viel Freude bei der Lektüre einer außergewöhnlichen Ausgabe wünschen. 

Herzlichst 

Ihr

Christian W. Mucha 

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Das Who is Who der Modewelt

Chanel, Virginie Viard

Aus der rechten Hand wurde der kreative Kopf: 2019, nach dem   Tod von Karl Lagerfeld, der ab 1983 als Chefdesigner fungierte, übernahm Virginie Viard das Ruder beim französischen Modekonzern Chanel. Die französische Modedesignerin stammt aus einer Familie von Seidenproduzenten. Sie studierte an einer Modeschule und arbeitete nach ihrer Ausbildung als Kostümbildnerin für Theater und Film. Über 30 Jahre arbeiteten Lagerfeld und Viard eng zusammen. Ihre ersten eigenen Kollektionen lassen schon erahnen, wohin die Reise geht: Nämlich zurück. Zur einzigen Frau vor ihr: Viard setzt auf reduzierte Tragbarkeit und huldigt so der frühen Coco Chanel, die selbst in lauten Zeiten souveräne Stille bevorzugte. Viard setzt das Erbe von Coco Chanel und Karl Lagerfeld mit französischen Klassikern wie schwarzen Borsalinos fort – mit ihren ganz eigenen Mitteln.

Louis Vuitton, Nicolas Ghesquière

2013 entschied sich Louis Vuitton für Nicolas Ghesquière – und umgekehrt. Der französische Modeschöpfer ist für eine konzeptuelle Mode bekannt und fand bereits mit 15 Jahren Einstieg in die Modebranche. Nach seinem Schulabschluss begann er als Designassistent für Jean Paul Gaultier zu arbeiten. Ab 1997 war Ghesquière 15 Jahre als Creative Director bei Balenciaga tätig, bevor er Nachfolger von Marc Jacobs, Paul Helbers und Kim Jones bei Louis Vuitton wurde. Hier arbeitet er nun an der Seite von Virgil Abloh (Herrenkollektion) und Johnny Coca (Lederwaren und Accessoires). Das französische Luxuswaren-Unternehmen bringt seit 1854 einzigartige Designs auf die Welt, die Innovation mit Stil verbinden. Heute bleibt das Haus dem Geist seines Gründers Louis Vuitton treu, der durch Gepäck, Taschen und Accessoires eine echte „Kunst des Reisens“ erfand. Seitdem hat das Label im Laufe der Jahre seine Türen für Architekten, Künstler und Designer geöffnet und kreiert heute auch Kleidung, Schuhe, Accessoires, Uhren, Schmuck und Düfte.

Versace, Donatella Versace

Donatella Versace gehört wohl zu den bekanntesten Namen der Fashionwelt. Die 65-jährige Italienerin gehört zu den ganz Großen der Branche und ist ein tolles Beispiel für echte Frauenpower. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist seit 1997 Chef-Designerin bei Versace und begeistert seitdem mit ihren eindrucksvollen Ideen. Das italienische Modeunternehmen Versace wurde 1978 von ihrem älteren Bruder, Gianni Versace, in Mailand gegründet. Als er jedoch vor seinem Anwesen in Miami Beach erschossen wurde, übernahm Nesthäkchen Donatella seinen Platz. Neben dem unglaublichen Verlust, den sie zu verkraften hatte, musste sie nun dem Erbe ihres Bruders gerecht werden. Der Druck war groß. Anfangs wurde die Übernahme des Chefsessels in der Modewelt belächelt, ihre ersten Entwürfe kritisiert – bis sich herausstellte, wie talentiert sie tatsächlich ist. So machte sie das Modehaus schließlich größer als jemals zuvor. Versaces Designs galten schon von Beginn an als opulent und gewagt. Das Markenzeichen – ein stilisierter Medusa-Kopf – ziert viele der Luxus-Teile, wie Bekleidung, Accessoires und Parfums. Donatella schaffte es, den unkonventionellen, schrillen Grundstil des Labels zu wahren und trotzdem ihre eigenen Ideen einzubringen. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften arbeitete Donatella lange zuvor schon an der Seite ihres großen Bruders und wollte sich mit ihren PR-Kenntnissen in die Firma einbringen. Gianni sah in ihr jedoch eher eine „Muse“ und eine „Inspiration“ als eine Partnerin. Erst nach seinem Tod zeigte sich, welche Fähigkeiten in Donatella stecken. Ihr Solodebüt folgte mit der Vorführung der Frühjahrskollektion der Hauptlinie 1998, für die sie ihre erste Haute-Couture-Modenschau veranstaltete. Zurzeit kontrolliert Donatella die Produktionen und leitet die Modenschauen des Labels. Um ihre Marke weiterhin weltweit bekannter zu machen, bekleidet sie persönlich prominente Größen wie Eric Clapton, Jennifer Lopez und Lady Gaga. 

Von Ekaterina Mucha

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O du Fröhliche

1. Diese dreireihige Armkette von Dorotheum Juwelier ist aus Gelbgold, Weißgold sowie Roségold gefertigt und sorgt für ein elegantes Funkeln am Handgelenk.  2. Luxus pur für die Haut schenken Sie mit der „Precious Collection“ Apullenkur von Babor. Die Wirkstoffe setzen genau dort an, wo die Alterung beginnt. Sie geben der Haut und den Zellen den nötigen Energieschub, innere Aufpolsterung und sofortiges Lifting, um die Zeichen der Zeit zu bekämpfen. 3. Das „Pashmisilk xMas Set“ von Marlies Möller enthält alles, was es braucht, um Ihr Haar seidig weich zu pflegen. 4.  „Ambreé“ Duftset von Narciso Rodriguez mit Parfum, Body Lotion sowie Shower Gel für Liebhaber von holzig-orientalischen Düften. 5. Edle Schneekugel aus der Home Collection von Cartier. 6. Zweiteiliges Geschenkset „Celebrate your Confidence Boosters“ von It Cosmetics mit Cleanser und Augencreme. Das Duoschenkt der Haut Tag für Tag neue, jugendlich-frische Ausstrahlung, Geschmeidigkeit, Glätte und Zartheit.

Von Ekaterina Mucha

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Model-Potenzial

Frohnatur

Für die Cruise Kollektion 2021 lädt Louis Vuitton zu einer Reise unter dem Motto „Game On“ ein. Das ikonische Monogram spielt und verschmilzt im Design von Kleidung und Accessoires mit den vier Farben der Pokerkarten und sorgt für ein unbeschwert modisches Abenteuer. Die Visuals der Print-Kampagne mit der französischen Schauspielerin Léa Seydoux wurden von Craig McDean fotografiert. Seydoux ist neben Stars wie Sophie Turner, Jennifer Connelly und Michelle Williams bereits seit 2016 Markenbotschafterin des Luxuslabels und posierte bereits für mehrere Kampagnen. Zuvor konnte sie schon Modeljobs für Miu Miu und Prada gewinnen.

Starke Stimme

Der neue Parfum „Voce Vita“ von Valentino feiert die Facetten jeder Frau und trägt mit seinem Duft ihre Stimme in die Welt. Um eine Aura zu kreieren, die jede Frau motiviert, ihre Stimme zu erheben und zu sagen, was sie zu sagen hat, arbeitete Valentino mit den Parfumeurinnen Honorine Blanc und Amandine Clerc Marie zusammen. Als Testimonial wurde die US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Lady Gaga ausgewählt. Ihre starke, leidenschaftliche, engagierte, laute Stimme mit Durchsetzungskraft, die man sofort erkennt, trägt die Botschaft von Valentino in die Welt. Lady Gaga teile dieselben Werte wie das Label und habe sich schon immer dafür eingesetzt, Unterschiede zu feiern. Sie zählt mit über 150 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Sängerinnen, und auch als Schauspielerin gelang ihr mit der Hauptrolle in „A Star Is Born“ der internationale Durchbruch.

Honigsüß

Um die schönste Zeit des Jahres zu zelebrieren, lancierte Guerlain die limitierte Christmas Collection 2020: „Golden Bee“. Die weihnachtliche Serie umfasst insgesamt sieben Produkte, darunter auch legendäre Kreationen des Hauses in einer neuen Edition. Als Gesicht der Kollektion wählte Guerlain das russische Fotomodell Natalia Vodianova. Ihre Model-
karriere begann bereits mit 17 Jahren, als sie einen Vertrag bei Viva Models ergatterte. Einige Jahre später regnete es förmlich Aufträge. So konnte Vodianova hoch angesehene Labels wie Gucci, Calvin Klein, Chanel oder Versace von sich überzeugen. 

Von Ekaterina Mucha

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Winter Glow

© Giorgio Armani

eleganten Make-up-Look. 1. Die ölfreie „Luminous Silk Foundation“ verbindet hochwirksame Pigmente mit einer schwerelosen Textur. 2. Foundation und Puder-Finish in einem: Der „Luminous Silk Kompaktpuder“ kann alleine oder über der Foundation aufgetragen werden. 3. Der „Lip Maestro“ mit feincremiger Gel-Basis bürgt für ultralangen Tragekomfort. 4. „Rouge d‘Armani Matte“ enthält neben einer hohen Konzentration von Pigmenten ein lichtstreuendes Gel, Esteröl und hydratisierendes Jojoba-Öl.

Von Ekaterina Mucha

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Wohin in Wien?

Paul & Vitos

Am Petersplatz, an der Ecke zur Goldschmiedgasse, haben Gastronomin Eva Maria Wukonigg und ihr Mann Christian Wukonigg ein stilsicher gestaltetes Schmuckstück geschaffen, in dem mediterranes Savoir-vivre zelebriert wird: das Paul & Vitos, benannt nach ihren beiden Söhnen. Auf der Speisekarte finden sich saisonale Gerichte mit lokalen und urbanen Einflüssen, die von Küchenchef Patrick Pannosch in kleinen Portionen serviert werden. Ob für das erste Gabelfrühstück, den schnellen Hunger zwischendurch oder den großen Appetit – hier findet jeder Geschmack das Richtige.

Petersplatz 11, 1010 Wien

www.paulundvitos.wien

© Philipp Lipiarski

Hilton Vienna Park

Österreichs größtes Hotel – das Hilton Vienna Park – erstrahlt nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in neuem Glanz. Das Designkonzept, das vom Londoner Luxus-Inneneinrichtungsstudio Goddard Littlefair entworfen wurde, ist von der Pracht des Wiener Klassizismus inspiriert und spiegelt die unaufdringliche Eleganz der Stadt wider. Zusätzlich zum Restaurant Lenz gibt es hier nun auch das neue Café und Bar-Konzept Selleny‘s.
Dort werden leichte und gesunde Gerichte serviert, wie etwa trendige Bowls, die mit biologischen Zutaten aus der Region zubereitet werden.

Am Stadtpark 1, 1030 Wien

www.hilton.com

© Hilton Vienna

Amador

Drei-Sterne-Starkoch Juan Amador verwöhnt im Amador mit innovativen Menüs. Damit dort auch in der Coronazeit sorglos geschlemmt werden kann, verteilte er nun die Luftreiniger „Aspura Aura“ von Pronom Air im Restaurant. Somit wird den Gästen ab sofort 99 % virenfreie Luft versprochen. „Damit sich unsere Gäste in den herausfordernden Zeiten auch weiterhin in entspannter Atmosphäre an ihren kulinarischen Erlebnissen erfreuen können“, so Amador.

Grinzinger Straße 86, 1190 Wien 

www.restaurant-amador.com

© Amador

 

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