Nachhaltige Mode: Auch die Kleidung wird grüner

Das Entwicklungsministerium hat bereits im Jahr 2019 den „Grünen Knopf“ eingeführt. Bereits im ersten Jahr haben sich dem Grünen Knopf schon mehr als 50 Unternehmen angeschlossen und die Tendenz ist steigend. Wer sich dem Grünen Knopf anschließt, der muss sich an wichtige Sozial- und Umweltkriterien halten. Egal, in welchem Bereich oder in welcher Branche man sich umschaut, als Kunde möchte man immer die Gewissheit, dass man sich auf der sicheren Seite befindet, das gilt zum Beispiel auch für den Besuch von einem NetBet Casino Deutschland, wo es auf die Sicherheit ankommt. Gerade hier wird dem Kunden ein besonders guter Kundenservice bescheinigt. Doch zurück zur nachhaltigen Mode: Damit der Kunde schnell und einfach nachhaltige Kleidung erkennen kann, wurde das staatliche Textilsiegel „Grüner Knopf“ eingeführt.

Wen oder was soll der Grüne Knopf schützen?

Das Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit steigt in der Bevölkerung stetig an. Davon ist auch der gesamte Modebereich betroffen. Inzwischen achten die Verbraucher darauf, aus welchen Materialien die Kleidung hergestellt ist, und vor allem, unter welchen Bedingungen. Niemand ist mehr bereit, Kleidung zu tragen, die mit giftigen Chemikalien gefärbt wurde oder die durch Kinderarbeit entstanden ist. Das sind die Punkte, an denen der Grüne Knopf ins Spiel kommt. Die Bedingungen und Kriterien sind staatlich festgelegt und deren Einhaltung wird dann von anerkannten Prüfern kontrolliert.

So werden die Kriterien, die erfüllt werden müssen, überprüft

Erfüllt werden müssen insgesamt 46 Sozial- und Umweltkriterien. Diese Kriterien beginnen bei den Abwassergrenzwerten und ziehen durch das gesamte Alphabet, bis hin zur Zwangsarbeit. Natürlich werden hier auch Mindestlöhne und das Verbot von Kinderarbeit hinzugezählt. Die Kontrolle dieser wichtigen Standards wird jeweils von unabhängigen Prüfern übernommen. Falls nötig, werden auch die jeweiligen Produktionsstätten auf der ganzen Welt überprüft. Die sogenannte unabhängige staatliche Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) dagegen ist dafür zuständig, die Inspektoren selbst nochmals zu kontrollieren.

Der Grüne Knopf und die Kosten

Fälschlicherweise wird immer wieder angenommen, dass faire Produkte auch automatisch deutlich teurer sind. Bei dieser Überlegung wird jedoch nicht mit einbezogen, dass die Herstellungskosten eines Produktes nur einen geringen Teil des Verkaufspreises ausmachen.
Zur besseren Erklärung muss erklärt werden, wie sich die Preise zusammensetzen. In Bangladesch wird eine Jeans zum Beispiel für ungefähr 5 Euro eingekauft. In Deutschland liegt der Verkaufspreis für diese Hose dann zwischen 25 und 100 Euro, oder bei so manchem Fashion Label auch noch mehr. Der Stundenlohn einer äthiopischen Näherin liegt bei 18 Cent. Wenn dieser nun verdoppelt wird, kostet das Produkt in Deutschland gerade mal einen Euro mehr.

Die Weiterentwicklung des Prüfsiegels

Eine wichtige Weiterentwicklung, die gefördert werden soll, ist der Beschwerdemechanismus. Die Verbesserung der Produkt-Transparenz gehört ebenfalls zur notwendigen Weiterentwicklung des Grünen Knopfes. Schon jetzt gibt es einen speziellen QR-Code zum Scannen. Hier lassen sich Informationen zum Unternehmen und zur Prüfung abrufen. Bei der Fortentwicklung des Grünen Knopfes 2.0 sollen via QR-Code außerdem außerplanmäßige Informationen zur gesamten Herstellung bereitgestellt werden. Auch befinden sich Schritte in Planung, die für existenzsichernde Löhnen sorgen sollen.

Gute Gründe für diese Weiterentwicklung

In der Bekleidungsindustrie arbeiten weltweit mehr als 75 Millionen Menschen. Der größte Anteil dieser Menschen wiederum arbeitet in den sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern, was zu einer enormen Ungerechtigkeit führt. Häufig gibt es in gerade in diesen Produktionsländern nach wie vor noch immer 16-Stunden-Schichten. Die Löhne, die dort gezahlt werden, aber reichen in der Regel kaum zum Leben. In diesen Ländern gibt es weder einen Kündigungsschutz für Schwangere noch im Krankheitsfall. Hinzu kommen unmenschliche Arbeitsbedingungen, sowohl die Luft als auch das Wasser werden hier hemmungslos verschmutzt. Sicherheitsmaßen in den Fabriken gibt es keine. Zeugnis dieser furchtbaren Zustände ist der Einsturz eines maroden Fabrikgebäudes im Jahr 2013 in Bangladesch, bei dem über 1.000 Näherinnen starben.

Wie schätzen die Verbraucher den Grünen Knopf ein?

Eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts GfK hat ermittelt, dass schon zwei Drittel der Deutschen den Grünen Knopf kennen. Immerhin 70 % halten dieses Qualitätssiegel für vertrauenswürdig. Grundsätzlich befürworten fast alle Befragten das staatliche Siegel, das sowohl die sozialen als auch die ökologischen Standards überprüft.
Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass trotz der Pandemie in der ersten Hälfte des Jahres 2020 mehr als 50 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft wurden. Hochgerechnet entspricht das einem Marktanteil von 1,5 bis 3 %. Um einen besseren Eindruck zu bekommen, muss man hier einen kurzen Blick auf das deutsche Bio-Siegel werden. Hier wurde im ersten Jahr ein Marktanteil von knapp 2 % erreicht. Allerdings liegt dieser Marktanteil sieben Jahre nach der Einführung erst bei 3,5 %.

Was ist mit den anderen Lizenzen für faire Kleidung?

Leider gestaltet es sich so, dass es inzwischen bereits eine ganze Reihe verschiedene Siegel auf dem Markt gibt, allerdings sorgt das auch für viel Verwirrung, weil dem Verbraucher einfach der Durchblick fehlt. Während sich hier nun einige Siegel ausschließlich auf faire Arbeitsbedingungen fokussieren, liegt der Fokus anderer Siegel wiederum auf strengen Umweltstandards. Hier sorgt der Grüne Knopf für eine echte Orientierung. Dieses Siegel konzentriert sich auf die sozial und ökologisch nachhaltige Herstellung, deren Standards festgelegt sind. So müssen nun Produkte wie Bettwäsche oder auch T-Shirts sehr hohe Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Darüber hinaus unterliegt das gesamte Unternehmen einer strengen Überprüfung. Zu dieser Prüfung gehören auch folgende Fragestellungen:

– Gibt es vor Ort Beschwerdemöglichkeiten für die Näherinnen?
– Gibt es Probleme und Gefahren innerhalb der Lieferkette?
– Ist das Unternehmen in der Lage, Missstände abzuschaffen?

Hier zeigt sich deutlich, dass die Prüfkriterien äußerst umfassend sind und es bei Weitem nicht ausreicht, einzelne Eckpunkte zu erfüllen, sondern dass es hier umfassend um das Gesamtpaket geht. Zur Nachhaltigkeit muss sich hier wirklich das gesamte Unternehmen verpflichten.

Der Grundgedanke der grünen Mode

Der entscheidende Punkt ist, dass nachhaltige Kleidung nicht nur das Produktionsverhalten, sondern auch das Konsumverhalten deutlich verändern soll. Hier wird endlich ein Bewusstsein geweckt, dass nicht nur den Menschen in den jeweiligen Produktionsstätten endlich geholfen wird und die Missstände dort abgeschafft werden, sondern von der grünen Mode profitiert letztlich auch die Umwelt in einem sehr hohen Maße. Die negativen Auswirkungen der Textilindustrie auf die Menschen und den Planeten werden hier nicht nur minimiert, sondern die Ressourcen der Erde werden ebenfalls geschützt.

 

 

 

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