Neue Variationen von Parmigiani Fleurier

Anlässlich der Eid-Feierlichkeiten lanciert Parmigiani Fleurier drei neue, edelsteinbesetzte Variationen seiner preisgekrönten Tonda Hijri Perpetual Calendar

© Parmigiani Fleurier

Zu Ehren von Kultur und Technik

Legt man den gregorianischen Kalender zugrunde, ist es eineinhalb Jahre her, dass Parmigiani Fleurier mit der Lancierung der Tonda Hijri Perpetual Calendar eine Weltpremiere gelungen ist. Auf diesen Erfolg folgt nun eine limitierte Auflage, die drei Modelle mit unterschiedlichen Edelsteinen umfasst. Wie auch bei der ursprünglichen Tonda Hijri Perpetual Calendar besteht das Gehäuse bei den drei neuen Modellen aus Platin. Damit wird den Bekleidungsvorschriften der muslimischen Gemeinde Rechnung getragen, in der Goldschmuck bei Männern nicht gern gesehen wird. Auch bei den beweglichen Teilen wurde daher auf die Verwendung von Gold verzichtet.

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Die Gehäuse sind entweder mit Diamanten, Rubinen oder Smaragden besetzt, wobei mit großer Sorgfalt Rubine und Smaragde mit Farbschattierungen ausgewählt wurden, die denen der Nationalflaggen der Länder des Nahen Ostens entsprechen. Von jedem der neuen Modelle der Tonda Hijri Perpetual Calendar gibt es nur 10 Exemplare, es handelt sich hier also um wahrhaft exklusive Uhrmacherkunst.

Bei seiner Lancierung in Rabi Al-Akhar, dem vierten Monat des islamischen Kalenders, im Hidrscha-Jahr 1441 war die Tonda Hijri Perpetual Calendar von Parmigiani Fleurier die erste Armbanduhr mit einem ewigen Kalender als Komplikation und letztlich auch Namensgeber. Ewige Kalender stellen ausgeklügelte Uhrmechanismen dar, die sich nicht von unterschiedlichen kalendarischen Unregel-mäßigkeiten, wie beispielsweise unterschiedlich langen Monaten, beirren lassen und dafür sorgen, dass stets das korrekte Datum angezeigt wird.

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Allerdings ist der ewige Kalender, der seit Langem als eine der prestigeträchtigsten Komplikationen in der Uhrmacherkunst gilt und zu den drei Funktionen gehört, die eine „Grande Complication“ kennzeichnen, fast ausnahmslos auf das gregorianische System ausgelegt.

Die hauseigene Entwicklung des Automatikkalibers PF009 der Tonda Hijri Perpetual Calendar stellte somit eine drastische Abkehr von dieser Konvention in der Uhrmacherwelt dar. Es war eine komplette Überarbeitung des Kalendermechanismus erforderlich, die ohne die umfassende Erfahrung und das Geschick von Michel Parmigiani – Uhrmachermeister, Restaurator und geschichtsbegeisterter Gründer der Marke Parmigiani Fleurier – nicht hätte gelingen können. Als Vorlage für das Kaliber PF009 diente eine im Jahr 2011 lancierte Tischuhr von Parmigiani Fleurier und die wiederum war von einer antiken Taschenuhr mit arabischer Kalenderanzeige inspiriert, die Michel Parmigiani einst persönlich restauriert hatte.
In Anerkennung der außergewöhnlichen Fertigkeiten, die für den Bau der Tonda Hijri Perpetual Calendar erforderlich waren, wurde Parmigiani Fleurier 2020 bei der Verleihung des Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) von einem Panel an Uhrenexperten in der Kategorie Kalenderuhren und astronomische Uhren ausgezeichnet.

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Ein Zeichen der Anerkennung in lebendigen Farben

Die drei neuen, edelsteinbesetzten Variationen der Tonda Hijri Perpetual Calendar von Parmigiani Fleurier sind zugleich extravagant wie schlicht – Gegensätze, die sich hier aufzuheben scheinen. In der Ästhetik der arabischen Kultur sind ein Sinn für geometrische Formen und ein mathematisch abstrakter Zugang zum Konzept der Schönheit tief verankert. Dies spiegelt sich in den Edelsteinen mit ihrem geradlinigen Schliff wider, dem Baguetteschliff, der Klarheit und Struktur vermittelt. Da der Glanz beim Baguetteschliff im Vergleich zum runden Brilliantschliff weniger ausgeprägt ist, das „Feuer“ also weniger stark lodert, sind möglichst einschlussfreie Edelsteine mit einheitlichen Farbtönen bei den neuen Modellen der Tonda Hijri Perpetual Calendar von wesentlicher Bedeutung. Für den Edelsteinbesatz wurden mit großem Bedacht Diamanten, Rubine und Smaragde ausgewählt – und damit Steine, deren Farben auf den Flaggen der Länder des Nahen Ostens zu finden sind. Der Farbe Grün kommt in der islamischen Welt eine besondere Bedeutung zu und die Farben Rot und Weiß sind Bestandteile fast aller Nationalflaggen in der Region.

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Zwei Uhrwerksbrücken, die dem abnehmenden und dem zunehmenden Mond nachempfunden sind, die Datumsbrücke in Form des arabischen Symbols Rub al-hizb sowie die Arabesque-Ausführung der Kalenderschalthebel stellen weitere Design-Elemente dar, mit denen der arabischen Welt Anerkennung gezollt wird. Die Ziffernangaben basieren auf dem arabischen Alphabet und die Zahlen werden, wie in der Region gängig, als indisch-arabische Ziffern dargestellt. Die Guilloche-Verzierung am Aufzugsrotor des Kalibers PF009 ist eine Besonderheit von Parmigiani Fleurier, die im Allgemeinen als „Grain d’orge“ bezeichnet wird, was Gerstenkorn bedeutet. Darüber hinaus erinnert das geriffelte, wellenförmige Muster auf der noblen Platin-Oberfläche des Rotors an eine weitere Ressource, die in den trockenen Landschaften des Nahens Ostens eine Kostbarkeit darstellt – Wasser.

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„Unser Ziel war es, einen Zeitmesser zu schaffen, der von dem reichen kulturellen und religiösen Erbe der arabischen und muslimischen Zivilisation inspiriert ist. Angetrieben von der jahrelangen Leidenschaft für technische Exzellenz und Kreativität, die unser Haus kennzeichnet, haben wir dann die Tonda Hijri Perpetual Calendar geschaffen, die den glänzenden Höhepunkt dieser Entdeckungsreise darstellt“, so Guido Terreni, CEO von Parmigiani Fleurier. „Diese Neuheiten sind edle Sammlerstücke. Sie verweisen auf die Hingabe der Region an die Kunst, die Kultur und die hohe Handwerkskunst und zollen zugleich dem immensen Beitrag Anerkennung, den die Region zur menschlichen Kultur und Zivilisation geleistet hat.”

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Die schlichte Komplexität des ewigen Higerianischen Kalenders

Kein Kalendersystem ist wie das andere. Der gregorianische Kalender ist ein Sonnenkalender, bei dem das Jahr aus zwölf Monaten besteht, die (mit Ausnahme des Februars) 30 oder 31 Tage umfassen. Er bildet das tropische Jahr mit seinen 365 Tagen ab. Der chinesische Kalender und der hebräische Kalender sind Lunisolarkalender mit 12 Mond-Monaten mit 29 oder 30 Tagen, wobei in unterschiedlichen Abständen ein Schaltmonat eingefügt wird, sodass die Abweichung zum tropischen Jahr nur wenige Wochen beträgt. Der Higerianische Kalender hingegen ist ein reiner Lunarkalender mit zwölf Monaten mit 29 oder 30 Tagen. Bei diesem System wurden keinerlei Bemühungen bezüglich einer Annäherung an das tropische Jahr unternommen.

Das Higerianische Jahr ist also stets 10 oder 11 Tage kürzer als das gregorianische Jahr, daher können die Monate den Jahreszeiten nicht fest zugeordnet werden. Hier finden im Verlauf der Jahre immer wieder Wechsel statt. Der Vorteil dieses Systems besteht in der extremen Regelmäßigkeit im Vergleich zu anderen Kalendersystemen.

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Gemäß dem standardisierten Higerianischer Kalender wechseln sich Monate mit 29 und 30 Tagen ab. Das Basisjahr, Gemeinjahr genannt, umfasst 354 Tage. Damit beläuft sich der Mondphasenzyklus auf etwa 29,5 Tage, was dem tatsächlichen Zyklus von 29,53 Tagen sehr nahekommt. Um diese Abweichung von 0,03 Tagen bei der Berechnung des Mondphasenzyklus auszugleichen, wird manchen Jahren ein Tag hinzugefügt. Sie umfassen dann 355 statt 354 Tage und gelten als Schaltjahre. Gemäß der islamischen Zeitrechnung beinhaltet ein 30-jähriger Kalenderzyklus 11 Schaltjahre und 19 Gemeinjahre.

Mit ihrem innovativen Mechanismus, der basierend auf der Arbeit Michel Parmigianis an einer antiken Taschenuhr mit arabischer Kalenderanzeige komplett in der eigenen Manufaktur entwickelt wurde, trägt die Tonda Hijri Perpetual Calendar von Parmigiani Fleurier all dem Rechnung. Das bei 12 bzw. 0 Uhr angeordnete Zifferblatt deckt den 30 Jahre umfassenden Zyklus ab, wobei die Schaltjahre durch Sandfarbe gekennzeichnet sind. Auf dem Zifferblatt bei 3 bzw. 15 Uhr deutet der Zeiger auf den jeweiligen Monat des islamischen Kalenders, wobei der Fastenmonat Ramadan rot angezeigt und damit besonders hervorgehoben wird. Bei 6 bzw. 18 Uhr zeigt eine Aventurin-Mondscheibe mit polierten Monden die Mondphase in der nördlichen Hemisphäre an. Das Datum kann bei 9 bzw. 21 Uhr abgelesen werden, wo eine runde Aussparung Auskunft über die Anzahl der Tage des jeweiligen Monats gibt: Ist sie weiß, umfasst der Monat 29 Tage, ist sie sandfarben, sind es 30 Tage.

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Die Gehäuseform der Tonda GT und ihres komplizierteren Zwillings, des Tondagraph GT, geht ebenso wie weitere ihrer Design-Merkmale auf die Tonda Chronor Anniversaire aus dem Jahr 2016 zurück. Deren Uhrwerk war nicht nur das erste Kaliber mit integriertem Chronographen aus dem Hause Parmigiani Fleurier, sondern erlangte auch durch die Auszeichnung als beste „Chronograph Watch“ des Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) 2017 große Bekanntheit. Der Gestaltung nicht nur dieses Meilensteins der Uhrmacherkunst, sondern aller der Kreativität von Michel Parmigiani entsprungenen Zeitmesser liegt das Prinzip des Goldenen Schnitts zugrunde. Im Fall der Tonda-GT-Modelle entfaltet sich dieses Prinzip in den ergonomischer gestalteten tränenförmigen Bandanstößen, einem aus den gleichen Materialien und mit der gleichen Oberflächenbehandlung wie das Gehäuse gefertigten Armband sowie den geriffelten Lünetten, die auf ihre architektonischen Wurzeln in der ersten Uhrenkreation der Marke verweisen, der berühmten Toric-Reihe.

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PARMIGIANI FLEURIER

Die edle Uhrmachermarke Parmigiani Fleurier, deren Name auf ihren Gründer, den Uhrmacher und Restaurator Michel Parmigiani zurückgeht, wurde 1996 in dem Schweizer Tal Val de Travers gegründet. Das hauseigene Kompetenzzentrum für Uhrmacherei verleiht der Marke die vollständige Kontrolle über den Fertigungsprozess und eine einmalige künstlerische Freiheit und bildet so einen Garant für ihre Unabhängigkeit. Seit über zwanzig Jahren steht Parmigiani Fleurier für Achtung gebietende Zeitmesser, die im Einklang mit den Traditionen der Uhrmacherkunst entstehen. Sie sind das Lebenswerk von Michel Parmigiani und seinen geschickten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und das Ergebnis der besonderen Beziehung der Manufaktur zu den Meisterstücken der Vergangenheit, dem Fundament für eine selbstbewusste Gestaltung der Zukunft.