Karat(e) Kit

Shine Bright Like a Diamond“ beschwört Superstar Rihanna den Vergleich zwischen Mensch und Stein. Die Reinheit des Kristalls wird zum Ideal für die Persönlichkeit: klar, makellos und unzerstörbar. Der Vergleich hinkt nicht, denn der Homo sapiens ist – wie in „Star Trek – The Movie“ auf den Punkt gebracht – ebenfalls bloß eine Kohlenstoffeinheit. Karbonate sind die Grundlage des Lebens auf der Erde. Es sind die faszinierenden, unterschiedlichsten Erscheinungsweisen des Kohlenstoffs, die Wissenschaft und Luxus-Klientel gleichermaßen begeistern. Ist ein Stück Steinkohle gerade einmal ein paar Cent wert, geht der Preis für eine augenreine Version eines daumennagelgroßen Brillanten in die zigtausende Euro. Den Unterschied zwischen Kleingeld und Millionen bestimmte der Zufall vor Millionen Jahren.

Wo viel Brillanz ist, ist viel Schatten: Seit Mitte der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts werden Diamanten mit zunehmendem Erfolg künstlich hergestellt. Diese Synthesen entstehen aus Kohlenstoff, der unter hohem Druck und extremen Temperaturen zum Edelstein verdichtet wird. Die Krux an der Sache: Mit modernster Technologie werden synthetisch Steine produziert, die nur durch aufwändige Labortests als Fälschung entlarvt werden können. Liebhaber der Preziosen müssen tapfer sein: Experten schätzen, dass bis zu 20 Prozent der Diamanten in Österreich Kunstprodukte sind. Zudem sei der Wert eines Großteils des Bestandes massiv überbewertet.

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Elite Cover 2/2019

Bildcredit: Messika/Getty Images

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