Geheimnisvoller Sherry

Die Geschichte des Sherrys geht 3000 Jahre zurück, bis zu den Phöniziern. Sie waren es, die die ersten Weinreben der Palomino-Traube nach Europa brachten. Später spielte der Sherry eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entdeckung der Welt durch Christoph Kolumbus und Ferdinand Magellan und wurde zu einem wichtigen Gut in den Handelsbeziehungen zwischen Spanien und England und später Amerika. Man könnte sogar sagen: Es war seine Bestimmung zu reisen, denn der Vino Viajero, also der „reisende Wein“, wurde ursprünglich extra dafür hergestellt, um über einen langen Zeitraum haltbar zu bleiben. Dazu musste er mit Weinbrand versetzt werden.

Letztendlich ist der Sherry aber viel mehr als nur ein Getränk. Er ist ein Stück europäischer Kulturgeschichte. Die Sherrybarone haben der südspanischen Stadt Jerez de la Frontera ihren Stempel aufgedrückt. Ihre Paläste schmücken die Stadt ebenso wie ihre „Kathedralen des Weins“, ihre Bodegas Catedrales. Man denke an Alvaro Domecq, der mit der Gründung der Real Escuela de Arte Ecuestre, der Spanischen Hofreitschule, einen Meilenstein in der Geschichte der Stadt gelegt hat. Man denke an González Byass mit dem Tío Pepe, an Lustau, Bodegas Estévez. Und jede Bodega, jeder Weinproduzent hat eine eigene Geschichte…

Bodegas Estévez

Es war einmal ein junger Mann, der hatte nichts, außer der Kraft seiner Hände, ein ausgeprägtes kaufmännisches Geschick und den Willen, etwas daraus zu machen. Der Name dieses jungen Mannes war José Estévez. Er arbeitete schon in jungen Jahren als Verkäufer von Tabak und Strümpfen, später in einer Glasfabrik und als Versicherungsvertreter. Im Hause Domecq, wo er als Manager arbeitete, kam er zum ersten Mal auf geschäftlicher Ebene in Kontakt mit dem Vino de Jerez…

Von Sarah Estermann

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