„FOCUS“ auf die Glaskunst

Er entwickelt sich schön langsam zu einem Weltstar der Glaskunst: Peter Kuchler III. startete am 07. Oktober 2021 seine neue Ausstellung unter dem Titel „FOCUS“.

Rund 150 Gäste pilgerten in das Stammhaus der Kuchler-Familie in Weigelsdorf. Ebreichsdorfs Bürgermeister Wolfgang Kocevar fand launige Worte zu dem kreativen Künstler. Moderatorin Jacqueline Knollmayr präsentierte Werk, Leistungen und den kreativen Input von Kuchler. Dieser meinte dazu: „Der FOCUS begleitet mich beim Schaffensprozess die ganze Zeit, wenn ich diese Objekte kreiiere. Und es ist aber genauso, dass es wichtig ist, dass wir alle, jeder einzelne, den FOCUS auf das Wesentliche richten.“.

In einer impulsiven Stand-up-Rede erzählte ExtraDienst-Herausgeber Christian W. Mucha von seiner Affinität zum Glas und gab eine rührende Geschichte zum Thema Lacrimarium zum Besten. Von Jahrtausende alten Glasphiolen, die in Sidi Bou Saïd, jener Ortschaft nahe Tunis, unter der sich die Ruinen von Karthago, der Hauptstadt des Punischen Reiches, befindet. Davon sind – wohl dank der archäologischen Brustschwäche der Tunesier – noch nicht freigelegt und erforscht. Grabräuber buddeln dort jede Nacht. Mucha kaufte vor 40 Jahren Lacrimarium-Glasgefäße, in denen die Tränen der Hinterbliebenen der Verstorbenen gesammelt und dem Grab beigegeben wurden. Wunderbare, faszinierende, irisierende Glasgefäße, die – trotz ihrer Fragilität – die Jahrtausende fast unbeschadet überstanden haben. Mucha zu Kuchler: Aufgabe von uns Verlegern ist es, Künstler zu inspirieren. Vielleicht schaffen sie mir ja einmal ein größeres Lacrimarium-Gefäß. Damit alle Tränen von meinen Hinterbliebenen hineinpassen…