Gebührend in neu Jahr starten: Fünf ungewöhnliche Silvestertraditionen weltweit

Mitternachts-Countdown: Alljährlich feiern Menschen auf der ganzen Welt den Übergang in das neue Jahr. Ob auf der Silvesterparty, beim gemütlichen Abendessen zu Hause mit Freunden oder mit dem TV-Klassiker “Dinner for one” – pünktlich um Mitternacht knallen nicht nur in Deutschland die Sektkorken und es wird gemeinsam das Feuerwerk bestaunt. Als erstes Land der Welt startet Samoa bereits um 11 Uhr morgens deutscher Zeit in das neue Jahr und wie so häufig gilt: Andere Länder, andere Traditionen. Die Reiseexpert:innen der Urlaubspiraten zeigen fünf ungewöhnliche Silvestertraditionen auf der ganzen Welt.

Italien: Rote Dessous zum Jahreswechsel
Rote Unterwäsche ist in Italien an Silvester Pflicht. Denn diese Tradition verspricht Liebe, Leidenschaft, Gesundheit und Glück im neuen Jahr – und wer will das nicht? So kommt es, dass sich Italienierinnen und teilweise auch der männliche Teil der Bevölkerung am 31. Dezember in leuchtend roten Dessous kleiden. Damit der Brauch seine Wirkung entfaltet, gilt es zu bedenken, dass die Unterwäsche sowohl neu als auch ein Geschenk sein muss. Auch beim Festmahl sind die Südländer abergläubisch: Traditionell wird um Mitternacht ein warmes Linsengericht mit Schweinshaxe serviert. Die kleinen Hülsenfrüchte erinnern an Münzen und stehen symbolisch für Geldsegen und sollen so Wohlstand und Reichtum im Folgejahr sichern.

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Brasilien: Sieben Wellensprünge an der Copacabana
Bei warmen Temperaturen verbringen Brasilianer:innen den Jahreswechsel am Strand. Hier entzünden sie Kerzen in verschiedenen Farben – weiß steht für Reinheit und Frieden, gelb für Wohlstand im neuen Jahr und rot symbolisiert Liebe und Leidenschaft. Wer sich noch mehr Glück im neuen Jahr wünscht, zieht dazu passend farbige Unterwäsche an. Um Mitternacht springen die Feiernden in weißer Kleidung im offenen Meer über genau sieben Wellen. Jede Welle steht für einen freien Wunsch für das kommende Jahr. Als weitere Tradition tragen vor allem Brasilianerinnen zur Ehrung der Meeresgöttin Yemanja kleine, mit Blumen und Süßigkeiten gefüllte Holzschiffchen ins Meer. Noch mehr Wohlstand im neuen Jahr verspricht das traditionelle Verspeisen des Bohneneintopfs Feijoada.

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Schottland: Hot Pint, Black Bun und Auld Lang Syne
Wer mehr als nur eine Partynacht sucht, macht sich am besten auf nach Schottland. Der Jahreswechsel, auch Hogmanay genannt, zieht sich hier über drei ganze Tage – vom Silvesterabend bis zum Morgen des 2. Januar. Abendliche Fackelumzüge, begleitet von Dudelsack-Musik, führen durch den feierlichen Übergang in das neue Jahr. Angestoßen wird mit schottischem Whiskey oder dem klassischen Hot Pint, einem Mix aus Whisky, Bier und Eiern. Die kulinarischen Highlights in Schottland bilden das überbackene Früchtebrot Black Bun und Haggis, gefüllter Schafsmagen. Pünktlich zum Eintritt in das neue Jahr singen die Schott:innen das bekannte Lied “Auld Lang Syne”. Aufpassen müssen sie jedoch bei der Auswahl ihrer Gäste: Denn je angenehmer der Gast, der als erster die hauseigene Türschwelle übertritt, desto mehr Glück erwartet den Bewohner im nächsten Jahr.

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Spanien: Zwölf Trauben um Mitternacht
Mit schmackhaftem Essen, gutem Wein und ausgelassener Stimmung verbringen Spanier:innen den 31. Dezember meist im Kreise der Familie. Die wohl wichtigste Tradition ist das Weintraubenessen um Mitternacht. Sobald die Glockenschläge Punkt Mitternacht das neue Jahr einläuten, werden insgesamt zwölf Trauben – eine pro Glockenschlag – verzehrt. Alle Früchte müssen rechtzeitig bevor der letzte Schlag ertönt verspeist sein, dann wartet laut Brauchtum ein Jahr des Wohlstands und Glücks. Doch keine Sorge – wer keine Turmuhr in Hörweite hat, sieht die Glockenschläge in ganz Spanien per Live-Übertragung im Fernsehen. Eine weitere Tradition zum Jahreswechsel ist das typische Anstoßen mit Sektgläsern – doch in Spanien befindet sich nicht nur Prickelwasser in den Gläsern, sondern auch immer ein goldener Ring als Glücksbringer.

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Ecuador: Alles Böse wird verbrannt
Alle schlechten Erinnerungen des Jahres einfach auslöschen? Diese Silvestertradition wird in Ecuador wortwörtlich zum Ende des alten Jahres praktiziert. Denn alle negativen Andenken werden hier ganz einfach verbrannt. Fotos, menschengroße Figuren aus Holz und Papier z.B. von prominenten Personen und jegliche Erinnerungen aus Papier finden um Mitternacht den Weg in das große Feuer. Bis in die Morgenstunden feiern Ecuadorianer:innen mit der ganzen Familie, feierlichem Tanz, Gesang und reichlich Verpflegung auf den öffentlichen Plätzen der Städte. Eine weitere Tradition soll erfolgreiche Reisen und Abenteuer im Folgejahr bringen: Mit einem leeren Koffer ziehen die Menschen zum Anbruch des neuen Jahres durch die Straßen.

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