Monaco: sechs Stadteile und sechs Facetten

Ein Streifzug durch die Viertel Monaco-Ville, Fontvieille, La Condamine, Les Moneghetti, La Rousse und Larvotto – auf der Suche nach den anderen Seiten des mondänen Stadtstaates.

Monaco – Fürstentum und Luxusdestination an der französischen Riviera – wird oft mit Monte-Carlo gleichgesetzt: denn hier steht der prachtvolle Belle-Époque-Bau des 1886 eröffneten Spielcasinos von Monaco, das dem Fürstentum einst Weltruhm brachte. Doch Monte-Carlo ist tatsächlich nur einer von insgesamt neun Stadtbezirken, die jeweils für eine ganz eigene Seite Monacos stehen. Grund genug, sich abseits der ausgetretenen Touristenpfade das Monaco der Einheimischen anzusehen – während eines Rundgangs durch sechs Stadtviertel, die bei Besuchern teils noch gänzlich unbekannt sind.  

Der Marktplatz in Condamine © Direction de la Communication

Blick vom Exotischen Garten in Les Moneghetti © DTronquoy / die Rue de L’Eglise in Monaco-Ville © Direction de la Communication

Monaco-Ville

Zugegeben, Monaco-Ville gehört nach Monte-Carlo wahrscheinlich zu den meistbesuchten Stadtteilen Monacos, ist es doch das historische Herz des Fürstentums. Die engen Gassen des ältesten der monegassischen Bezirke, der von den Einheimischen auch „Le Rocher“ (der Fels) genannt wird, markieren den Beginn der Legende der Grimaldi-Dynastie. Genau hier übernahm Francois Grimaldi im Jahr 1297 mit bewaffneten Truppen, die allesamt als Franziskanermönche verkleidet waren, die Festung hoch oben auf dem Fürstenfelsen. Noch heute zeigt das Wappen von Monaco als Zeugnis dieser Übernahme einen Mönch mit einem Schwert. Heute ist der Palast die Residenz des Fürsten und seiner Familie. Besucher können hier täglich um 11:55 Uhr dem Wachwechsel auf dem vorderen Platz beiwohnen. Sehenswert sind auch das Ozeanographische Museum, das hoch oben auf einer Klippe ins Meer hinein zu ragen scheint, sowie die nahe gelegene Kathedrale von Monaco, in der Fürst Rainier III. 1956 die amerikanische Hollywood-Schauspielerin Grace Kelly heiratete.  Monaco-Ville bietet neben Museen und imposanter Architektur aber noch viel mehr: Foodies entdecken in den vielen kleinen Restaurants, die auch von Einheimischen gerne besucht werden, die kulinarische Seite Monacos mit ihren typisch monegassischen Gerichten wie Barbajuan und Pisalladière.

Fontvieille

Am Fuße des Prinzenpalastes gelegen ist Fontvieille, anders als es der Name vermuten lässt, ein erst in jüngster Zeit entwickelter Stadtteil. Fürst Rainier III. hatte in den 1960er Jahren eine Politik der großen Bauvorhaben eingeleitet, die das Fürstentum modernisieren sollte. Fontvieille ist der offenkundigste und sichtbarste Teil dieser Politik, da ein Großteil des Viertels dem Meer abgerungen wurde. Ursprünglich und im Wesentlichen als Wohn- und Wirtschaftsgebiet konzipiert, mangelt es dem Viertel nicht an Charme und Charakter. Fontvieille ist ein Stadtteil voller Gärten und Grünflächen, dessen Herzstück zweifellos der Rosengarten von Fürstin Gracia Patricia von Monaco darstellt. Der Garten ist eine wunderschöne Hommage an die Prinzessin und einstige Fürstin, deren Erbe noch heute weiterlebt. Darüber hinaus bietet das Viertel einen eigenen Yachthafen, viele Geschäfte und Boutiquen und sogar die monegassische Version des World Trade Center. Mehrere Dutzend Restaurants beleben die Gegend, von Straßenküchen bis hin zu Spitzenrestaurants. Für Liebhaber ausgefallene Orte, Geselligkeit und nachhaltiger Produkte empfiehlt sich ein Besuch bei “Les Perles de Monte-Carlo”, wo man Austern “Made in Monaco” verkosten kann.

Condamine Feuerwerk im Hafen © Direction de la Communication

Condamine

Der traditionelle Marktplatz von Monaco befindet sich im Herzen des Viertels Condamine. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Condamine der Mittelpunkt des monegassischen Lebens und ist bis heute ein lebhafter und geschäftiger Anlaufpunkt sowohl für Einheimische als auch für Besucher. Im Außenbereich des Marktes wird regionales Obst, Gemüse und frischer Fisch feilgeboten; im Inneren der Markthallen finden sich eine Vielzahl von Ständen, die in schönem Ambiente eine große Auswahl an Gerichten zum Verzehr vor Ort anbieten. Rund um den Marktplatz laden die verkehrsberuhigten Straßen Rue Grimaldi, Rue de Millo und Rue Caroline zum gemütlichen Einkaufsbummel ein. Etwas weiter, am Meer, befindet sich die 1070 erbaute Kirche der “Sainte Devote”. Namensgebend für die Kirche ist Devote, eine junge Christin, die hier im 4. Jahrhundert ihren Tod fand und seitdem als Schutzpatronin über Monaco wacht. Weiter unten gelegen schmiegt sich der Port Hercule an die azurblaue Küste des Meeres. Hier lassen sich Yachten in allen Größen und Formen bewundern. Das von Sir Norman Foster entworfene Gebäude des Yacht Club von Monaco dient seinen Mitgliedern als extravaganter Treffpunkt, der von den Einheimischen wegen seines Aussehens oft als “Flaggschiff” des Hafens bezeichnet wird. Die Hafenpromenade mit ihren vielen Bars und Restaurants ist einer der Hotspots des Nachtlebens Monacos. Und vom “Boulevard Albert 1er” starten jedes Jahr die berühmten Motorsportevents: Formel 1, Formel E und der Grand Prix Historique von Monaco.

Les Moneghetti

Der Bezirk Moneghetti gilt für viele als das Tor zum Fürstentum. Als Berührungspunkt zwischen den Voralpen und dem Mittelmeer und überragt vom Hausberg Monacos “Tête de Chien”, bietet das an der Westgrenze gelegene Viertel einen atemberaubenden Blick über das Fürstentum. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts startete der Wissenschaftler und Intellektuelle Prinz Albert I. hier archäologische Expeditionen. Dabei wurden bei Ausgrabungen in einer Tropfsteingrotte Spuren des Homo Erectus gefunden. Heute ist die Grotte ein integraler Bestandteil des berühmten Exotischen Gartens. Ganz in der Nähe wartet das Museum für prähistorische Anthropologie mit einer Geschichte auf, die vor vielen Jahrtausenden ihren Anfang fand. Wie auch andernorts in Monaco trifft in Moneghetti Althergebrachtes auf Modernes: gleich neben dem Museum liegt die Villa Paloma, einer von zwei Standorten des Neuen Nationalmuseums von Monaco, in der das ganze Jahr über Ausstellungen zeitgenössischer Kunst besucht werden können. Das Viertel, in dem Stil und Epochen miteinander verschmelzen, zählt zu den Höhepunkten monegassischer Architektur. Von der Isfahan-Villa im persischen Stil über das strahlend weiße Simona-Gebäude bis hin zur hochmodernen Troglodyten-Villa, ist der Stadtteil für Liebhaber der Geschichte und Ästhetik ein architektonisches Leuchtfeuer am Mittelmeer.

La Rousse & Larvotto

La Rousse ist seit 1861 die Ostgrenze Monacos. Während sich das Viertel auf der Anhöhe als Wohngebiet präsentiert, finden sich im tiefen gelegenen Teil vor allem Strände und das damit verbundene Strandleben. Der bewohnte Teil war für lange Zeit eine Art Dauerausstellung der Architektur der Belle Époque mit kleinen Gebäuden und Villen im Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Heute modernisiert sich das Viertel, und das auffälligste Beispiel ist zweifellos der “Tour Odeon”, der seit 2015 mit seinen 170 Metern Höhe über den Stadtteil ragt. Neben Residenzen finden sich hier auch städtisch geförderte Projekte, wie das Urban Gardening- und Landwirtschaftsprojekt “Terre de Monaco”.  Der untere, am Meer gelegene Teil von La Rousse ist in seiner Geschichte noch recht jung. Denn das Larvotto wurde erst 1966 komplett neu am Meeresufer erbaut. Die Larvotto-Strände laden tagsüber zu ausgedehnten Sonnenbädern ein; abends locken gemütliche Strandrestaurants an der Promenade zum Verweilen. Nicht zuletzt befindet sich hier auch das Grimaldi-Forum, in dem das ganze Jahr über Kongresse und Shows stattfinden. Hier kommt auch wieder die Politik der großen Bauprojekte, die von Fürst Rainier III. eingeleitet wurde zum Tragen, die heute am gleichen Ort mit dem Erweiterungsprojekt Anse du Portier fortgeführt wird.

Weitere Informationen zu Monaco unter www.visitmonaco.com.

 

La Rousse Architektur © Direction de la Communication

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