Jean-Marc Vacheron begann im Jahr 1755 in Genf das erste Kapitel einer Geschichte niederzuschreiben, die zu einem bemerkenswerten menschlichen Abenteuer wurde und von Generation zu Generation stets mit dem Streben nach Exzellenz verbunden war. Die Frauen und Männer in der Manufaktur haben mit ihrer Passion, fachlichen Expertise und Kreativität die Identität von Vacheron Constantin geprägt, indem sie eine subtile Balance zwischen technischer Meisterschaft und künstlerischer Sensibilität entwickelten. Diese tief in den Werkstätten verwurzelten Werte sind ein wichtiger Grund dafür, dass die Maison seit Jahrhunderten produktiv ist. Seit der Jahrtausendwende hat sich Vacheron Constantin in jedem neuen Jahrzehnt sein Erbe ins Bewusstsein gerufen, einen Blick in die Zukunft geworfen und eine Reihe außergewöhnlicher Zeitmesser vorgestellt.



Eine außergewöhnliche Entdeckungsreise
Im 18. Jahrhundert, als Vacheron Constantin gegründet wurde, war Genf eine friedliche und wirtschaftlich prosperierende Stadt. „Das Handwerk, das in Genf am meisten florierte, war die Uhrmacherei, die mehr als ein Fünftel der Stadtbevölkerung ernährte“, heißt es in Diderots und d’Alemberts Encyclopédie. Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt ging einher mit großartiger Kulturschöpfung: Genf war die Heimatstadt von Rousseau, und die Stadt zog weitere große Geister an, darunter Voltaire, der sich im selben Jahr niederließ, in dem die Maison gegründet wurde. Jean-Marc Vacherons Unterschrift unter den ersten Lehrlingsvertrag im Jahr 1755 gilt als der Gründungsakt von Vacheron Constantin – der Beginn eines Strebens nach uhrmacherischer Exzellenz, das von der Beharrlichkeit und Leidenschaft nachfolgender Generationen getragen wurde. Mit diesem Vertrag wurde auch ein grundlegender Wert der Maison festgeschrieben: die Weitergabe von Wissen und Fertigkeiten. Der Austausch von Wissen im Laufe von 270 Jahren – zunächst getragen von der Aufgeschlossenheit des Zeitalters der Aufklärung und stets angetrieben vom Wunsch nach ständigem Fortschritt – hat den Charakter von Vacheron Constantin geprägt.
1819 erhielt Jacques-Barthélémi Vacheron, der Enkel des Firmengründers, eine Nachricht von seinem neuen Geschäftspartner François Constantin, der ihn darin aufforderte, „es wenn möglich immer besser zu machen – und das ist immer möglich“. Diese Maxime ist bis heute das Motto der Maison. Der anhaltende Erfolg von Vacheron Constantin liegt im einzigartigen Uhrmacherei-Ansatz, der technische Meisterschaft und künstlerisches Feingefühl, mechanische Komplexität und Handwerkskunst, Innovation und Eleganz in Einklang bringt. Beispielhaft hierfür stehen die Taschenuhr mit Chronograph und Schlagwerk in einem kunstvoll ziselierten Gehäuse aus 20-karätigem Gold, die 1918 für den amerikanischen Industriellen James Ward Packard geschaffen wurde, sowie die Einzelanfertigung Les Cabinotiers Tourbillon Armillaire von 2023 für das Armaturenbrett der Rolls- Royce-Sonderanfertigung Amethyst Droptail.



Zeitmesser wie diese verkörpern die Kreativität und das Savoirfaire der Uhrmacher, Kunsthandwerker und Designer des Hauses, die mit Ausdauer und Leidenschaft die Grenzen immer weiter verschieben, wie bei einem Streben, das von Beharrlichkeit und meisterlichem Können geprägt ist. Dieses Streben nach hoher Handwerkskunst hat die Identität der Maison in den vergangenen 270 Jahren geprägt und wird in der neuen Kommunikationskampagne, die 2025 eingeführt wird, zum Ausdruck gebracht. Sie verweist auf Vacheron Constantins Streben nach Exzellenz, das die Maison seit jeher antreibt, sowohl im vollendetsten Ausdruck der Uhrmacherkunst als auch in der Wertschätzung und Weitergabe von Wissen. Die neue Kampagne vermittelt visuell ein menschliches Abenteuer, dessen Langlebigkeit vollständig mit der Suche nach Schönheit verbunden ist. Der französische Musiker und künstlerische Leiter Woodkid, der seit drei Jahren mit der Maison zusammenarbeitet, insbesondere bei Mentoring-Programmen, hat Musik komponiert, die dem 270-jährigen Streben nach Exzellenz gewidmet ist.
270 Jahre technische Errungenschaften und Uhrmacherische Innovation




Im Laufe seiner Geschichte wurde Vacheron Constantin stets von einem kühnen, kreativen Geist geleitet, der zahlreiche Innovationen hervorgebracht hat, insbesondere im Bereich der großen Komplikationen und hoher Präzision bei der Zeitmessung. Von der ersten Kalenderuhr, die 1790 in den Archiven der Manufaktur verzeichnet ist, bis hin zur Les Cabinotiers The Berkley Grand Complication von 2024 mit 63 Komplikationen hat die Manufaktur zahlreiche technische Ausdrucksmöglichkeiten erforscht: Glockenspieluhren, Mechanismen zur Messung kurzer Zeitintervalle, astronomische Funktionen, ungewöhnliche Anzeigen und Tourbillon-Regulatoren. Diese Wege der Forschung und Entwicklung haben zu bedeutenden Innovationen geführt, nicht nur bei den Zeitmessungsmechanismen, sondern auch bei der Verfeinerung der Produktionsverfahren. 1839 beauftragte die Manufaktur Georges-Auguste Leschot, einen speziellen Pantographen für Uhrmacher zu entwickeln, der eine Vereinheitlichung und Austauschbarkeit von Uhrenkomponenten desselben Kalibers erlaubte. Im Jahr 1934 entwickelte die Maison ein tragbares Hochfrequenz-Präzisionsgerät, das die Berechnung einer 1/20-Sekunde ermöglichte.
Die Leidenschaft für technische Innovationen führte 1914 zur Entwicklung eines sehr kleinen, rechteckigen, Tuyau (Röhrchen) genannten Uhrwerks. Mit einer Länge von nur 26 mm und einer Breite von 6,5 mm war es der Vorläufer des Baguette-Uhrwerks, das in viele Schmuckuhren eingebaut wurde. 1932 entwickelte Vacheron Constantin in Zusammenarbeit mit Louis Cottier die Referenz 3372, die erste Uhr mit der nach Cottier benannten Weltzeitkomplikation. Die im Jahr zuvor patentierte Komplikation mit gleichzeitiger Anzeige von 24 Zeitzonen sollte zum Standard werden, auf dem fast alle Weltzeitanzeigen basieren. Viele weitere Weltneuheiten folgten – darunter die erste retrograde Datumsanzeige („Don Pancho“ von 1940), der erste hebräische ewige Kalender (Les Cabinotiers Reference 57260 von 2015) und der erste chinesische ewige Kalender (Les Cabinotiers The Berkley Grand Complication von 2024). 2019 kam ein Dualfrequenz-Mechanismus mit zwei Oszillatoren hinzu, der im Kaliber 3160 QP erstmals verbaut wurde. Durch den Wechsel zwischen dem 5-Hz-Oszillator (aktiver Modus) und dem 1,2-Hz-Oszillator (Standby-Modus) kann die Gangreserve auf 65 Tage verlängert werden.
In Vacheron Constantins Streben nach Exzellenz ist die Genauigkeit der Zeitmessung eine Grundvoraussetzung – sowohl bei reinen Zeitmesskalibern als auch bei den kompliziertesten Kreationen wie der Les Cabinotiers Celestia Astronomical Grand Complication 3600, die sowohl die bürgerliche Zeit und Sonnenzeit als auch die Sternzeit anzeigen kann. Dieses Streben nach präziser Zeitmessung wird durch das Malteserkreuz symbolisiert, das seit 1880 das Emblem des Hauses ist. Das Emblem wurde von der Form eines Bauteils früher Uhrwerke inspiriert, das die konstante Kraft der Antriebsfeder verbesserte. Im 19. Jahrhundert waren Marinechronometer ein Synonym für den wissenschaftlichen Fortschritt und die zahlreichen Chronometerwettbewerbe – vor allem in Genf ab 1872 – gaben der Manufaktur eine Möglichkeit, sich auch auf diesem Gebiet zu profilieren. 1869 präsentierte Vacheron Constantin daher einen Taschenchronometer in Gelbgold-Gehäuse mit Klappdeckel und weißem Emaille-Zifferblatt, reguliert durch eine hochpräzise Chronometerhemmung. 1947 verzeichnete eine Taschenuhr von Vacheron Constantin, die bei einem Wettbewerb des Genfer Observatoriums eingereicht wurde, im Verlauf von 44 Testtagen eine durchschnittliche tägliche Gangabweichung von lediglich zwei Hundertstelsekunden.



Im Jahr 1907 stellte die Manufaktur den Chronomètre Royal vor, einen robusten und hochtechnischen Zeitmesser, der sich durch Präzision und Zuverlässigkeit auszeichnete. 2007 wurde der hundertjährige Geburtstag dieser Uhr mit einer speziellen Neuauflage gefeiert, die nicht nur die Genfer Punze und die COSCChronometerzertifizierung erhielt, sondern auch den strengen 30-Tage-Funktionstest der Manufaktur erfolgreich bestand. Vacheron Constantin begnügte sich nicht damit, die uhrmacherischen Komplikationen zu beherrschen, sondern ging noch weiter und kombinierte sie in hochkomplexen Kalibern. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Maison gemäß etablierter Traditionen zahlreiche Aufträge für besondere, hochkomplizierte Zeitmesser entgegen. Bedeutende Sammler suchten ihre Kollektionen auszubauen, zuweilen dienten solche Uhren aber auch als Geschenk für ein Staatsoberhaupt. So erhielt 1929 König Fouad von Ägypten von der ägyptischen Auslandsschweizer-Gemeinde eine Taschenuhr mit Grande Complication und wunderschöner Emaillierung auf dem Gelbgoldgehäuse geschenkt. 1946 gab die Schweizer Regierung als Geschenk für den Sohn von König Fouad, König Farouk I., eine schlagende Taschenuhr aus 18-karätigem Gelbgold in Auftrag, ausgerüstet mit Minutenrepetition, Grande und Petite Sonnerie, Schleppzeiger-Chronograph, Ewigem Kalender, Anzeige der Mondphasen und des Mondalters, Wecker und zwei Gangreserven.
270 Jahre ästhetische Meisterschaft und kühne Kreativität



Was Vacheron Constantin von Anfang an von anderen Uhrenherstellern unterschied, war der nie nachlassende Wunsch, komplexe Mechanik zu beherrschen und zugleich mit ästhetischer Handwerkskunst Schönheit zu erschaffen. Dieses Ethos gilt nicht nur für das Äußere der Uhren, sondern auch für ihr Inneres, wenn sie zusammengebaut sind. Jedes Bauteil des Uhrwerks wird von Hand verziert – selbst jene, die nach der Montage der Uhr nicht mehr sichtbar sind. Viele Kaliber tragen das prestigeträchtige Poinçon de Genève, ein Gütesiegel, das nur an in Genf hergestellte Zeitmesser vergeben wird und die höchste Qualität der Handarbeit und der Endbearbeitung bescheinigt. Zu den dekorativen Techniken gehören Perlage, Genfer Streifendekor, anglierte Kanten, Hochglanzpolitur und Gravur. Das Skelettieren ist eine anspruchsvolle und technisch herausfordernde Kunst für sich, bei der das Metall von den Uhrwerkskomponenten abgetragen wird, so dass nur ein feines Strukturskelett übrig bleibt, das den Blick tief in das Kaliber hineinführt. Vacheron Constantin verfügt über eigene Métiers d’Art- Werkstätten. Zu den spezialisierten Kunsthandwerkern hier gehören unter anderem Meister des Gravierens, des Fassens von Edelsteinen, des Emaillierens und der Guillochierung, welche die hergestellten Zeitmesser zu kleinen Kunstwerken machen. Sie leben eine Philosophie, die auf die Anfänge des Hauses zurückgeht.
Ein frühes Beispiel für diesen Ansatz ist die Uhr mit Viertelstundenrepetition von 1812 mit Emaille-Zifferblatt und guillochiertem Gehäuseboden, in der die technische Meisterschaft und die künstlerische Sensibilität der Maison voll zum Ausdruck kommt. Die Referenz 4261 von 1943, eine Minutenrepetition mit rekordverdächtig flachem, nur 3,2 mm hohem Uhrwerk ist ein weiteres Zeugnis dieses Anspruchs. Die technische Vollkommenheit dieses Uhrwerks wird durch die schlichte Eleganz und die hohe handwerkliche Qualität des Gehäuses und des Zifferblatts noch übertroffen. Bei einem Durchmesser von 36 mm und einer Höhe von nur 5,25 mm wird das Gehäuse mit seiner doppelt abgestuften Lünette und den konvexen, dreistufigen Seiten von tropfenförmigen Bandanstößen ergänzt. Auf dem in Sektoren geliederten Zifferblatt markieren gestochene Punkte die Minuten. Römische Ziffern und facettierte Pfeilspitzen-Stundenmarkierungen sind auf ein guillochiertes Muster aus konzentrischen Kreisen aufgebracht.



Heute ermöglicht die Offenheit der Manufaktur gegenüber den Kulturen der Welt (symbolisiert durch Partnerschaften mit einigen der bedeutendsten Institutionen der Welt wie dem Pariser Louvre, dem Metropolitan Museum in New York und dem Bildungsinstitut im Palastmuseum von Peking) in Verbindung mit dem Fachwissen der Métiers d’Art-Werkstätten die Kreation ebenso origineller wie wunderschöner Stücke. Zu den vielen Beispielen zählen: Métiers d’Art – Hommage an große Zivilisationen (2022). Diese Uhren, die Stunden, Minuten, Tage und Datum anzeigen, verbinden Mechanik und Kunst zu einem ästhetischen Ganzen. Im Laufe seiner Geschichte hat Vacheron Constantin die Handwerkskunst zu einem Herzensanliegen gemacht und dabei ein großes Maß an kreativem Gespür bewiesen. So entstand eine Handschrift, die stets im Einklang mit ihrer Zeit steht – inspiriert und fortschrittlich, aber immer von klassischer Eleganz geprägt. In den 1920er Jahren, als Männer begannen, Armbanduhren anstelle von Taschenuhren zu tragen, brachte Vacheron Constantin die American 1921 auf den Markt, eine avantgardistische Armbanduhr, die nach dem Jahr ihrer Einführung und dem Land, für das sie unter Geheimhaltung produziert wurde, benannt war. Sie fängt den Geist der Goldenen Zwanziger ein und soll ursprünglich für Autofahrer konzipiert worden sein: Mit ihrem kissenförmigen, um 45 Grad gedrehten Gehäuse und der Krone bei 1 Uhr zeigt das weiße Emaille-Zifferblatt die Zeit auf einen Blick, ohne dass der Fahrer die Hand vom Lenkrad nehmen muss.
Im Juni 1972 verlieh die französische Regierung Vacheron Constantin das seltene Diplôme du Prestige de la France – die erste Uhrenfirma, die diese Auszeichnung erhielt. Aus diesem Anlass entwarf Vacheron Constantin eine neue Armbanduhr mit ovalem Uhrwerk, das in ein asymmetrisches, vierseitiges Gehäuse eingebaut ist – ein frühes Beispiel für die kühne Ästhetik, die den emanzipatorischen Stil der 1970er Jahre prägte. Seit der Kreation der ersten Damenuhr des Hauses im Jahr 1889 hat Vacheron Constantin entsprechend dem Anspruch, innovative und fantasievolle Uhrmacherkunst zu pflegen, stets ein besonderes Augenmerk auf die Zeitmesser der Haute Joaillerie gerichtet. Eine gewölbte Version des Baguette- Werks wurde 1916 für eine Damenarmbanduhr hergestellt, die der Maharaja von Patiala, Sir Bhupinder Singh, erwarb. Das skelettierte, ziselierte und gravierte Gehäuse aus Platin und Diamanten ermöglicht einen seitlichen Blick auf die Zeit. Die Präsentation der Kallista im Jahr 1979 stellte die Apotheose der Haute Joaillerie-Uhrmacherei dar. Sie wurde aus einem ein Kilo schweren Goldbarren herausgearbeitet und mit 118 Diamanten von insgesamt 130 Karat besetzt, was 6.000 Arbeitsstunden erforderte. 1994 ging Vacheron Constantin, anlässlich des 400. Todestags des flämischen Renaissance-Kartographen Gerhard Kremer, genannt Mercator, einen ganz anderen stilistischen Weg. Das Zifferblatt der Mercator-Uhr ziert ein mehrfarbiges Motiv aus Champlevé-Emaille, das eine seiner Hemisphärenkarten darstellt; das Uhrwerk verfügt zudem über bi-retrograde Stunden und Minuten. Zeitanzeigen wie diese, einschließlich springender Stunden und retrograder Anzeigen, sind ein Markenzeichen der Maison, wobei ein optisch ansprechender Stil durch eine hochentwickelte Mechanik untermauert wird.
Jubiläen mit außergewöhnlichen Zeitmessern



Anlässlich des zweihundertsten Jahrestages der Gründung präsentierte Vacheron Constantin 1955 die Verbindung von ästhetischer Eleganz und technischem Know-how mit einer Serie der flachsten Uhren, die bis zu diesem Zeitpunkt entwickelt worden waren. Die drei Modelle waren mit dem Kaliber 1003 ausgestattet, einem Handaufzugswerk, mit nur 1,64 mm so dünn wie eine 20-Rappen-Münze und versehen mit dem Poinçon de Genève, Hinweis auf die hervorragende Verarbeitung seiner Komponenten. Außerdem präsentierte das Haus die Referenz 6068 in einer limitierten Auflage. Deren Zifferblatt zeichnet sich durch das Malteserkreuz-Emblem aus – und die vier Bandanstöße des Gehäuses aus 18-karätigem Gelbgold bilden zusammen ebenfalls dieses Kreuz. Seit den 1990er Jahren feiert Vacheron Constantin jedes zehnjährige Jubiläum mit der Präsentation von Zeitmessern, welche die seit dem Jahr 1755 in der Manufaktur gepflegte Expertise perfekt widerspiegeln. 1995, anlässlich des 240-jährigen Jubiläums, hauchte Vacheron Constantin seiner Philosophie des Gleichklangs von technischem Können und ästhetischer Raffinesse abermals neues Leben ein, indem es eine tonneauförmige Uhr aus Gold oder Platin vorstellte. In einem Gehäuse mit beweglichen Bandanstößen bietet das Kaliber 1127 eine Gangreserveanzeige sowie eine Datumsund kleine Sekundenanzeige.
Im Jahr 2005 wurde mit der Tour de l’Île das 250-jährige Bestehen des Hauses gefeiert. Das in diesem Zeitmesser verbaute Kaliber 2750 vereint 16 Komplikationen, die auf einem doppelseitigen Display abgelesen werden können, und ist damit die komplizierteste Armbanduhr, die jemals in Serie produziert wurde. Im selben Jahr präsentierte die Manufaktur die von vier Federhäusern angetriebene Saint Gervais mit einer rekordverdächtigen Gangreserve von 250 Stunden sowie die Jubilée 1755, eine Ode an die raffinierte Schlichtheit, die Métiers d’Art Die vier Jahreszeiten und die L’Esprit des Cabinotiers, eine einzigartige Geheimuhr, die unter einer Roségold-Sphäre aus acht Blütenblättern verborgen ist. Ein Jahrzehnt später stellte Vacheron Constantin anlässlich des 260-jährigen Jubiläums die völlig neue Kollektion Harmony vor, mit Modellen für Damen und Herren in einem kissenförmigen Gehäuse. Der Harmony Chronograph Grande Complication mit einem 8,40 mm hohen Gehäuse stellte mit seinem lediglich 5,20 mm hohen und aus 459 Komponenten bestehenden Automatikkaliber 3500 einen neuen Weltrekord auf. Das Flaggschiff dieses Jubiläums war die Taschenuhr Les Cabinotiers Reference 57260, deren Entwicklung und Herstellung acht Jahre in Anspruch nahm. Sie verfügt über 57 Komplikationen, darunter der erste hebräische ewiger Kalender.
Edelstahluhr Historiques 222



Zum Auftakt der Feierlichkeiten zu 270 Jahren Leidenschaft, und als Antwort auf die Erwartungen seiner Kunden, präsentiert Vacheron Constantin den ersten Zeitmesser des Jubiläumsjahres: die Historiques 222 aus Edelstahl. Dieses Modell erinnert an eine legendäre Kreation, die 1977 anlässlich des 222-jährigen Jubiläums erstmals vorgestellt wurde. Das von Jorg Hysek entworfene Modell brach sofort mit der damaligen Konvention, dass Sportuhren hauptsächlich für professionelle Piloten, Taucher und Entdecker bestimmt sind, und spiegelte eine neue kulturelle Stimmung wider, bei der die Grenzen zwischen Formalität und Sportlichkeit verwischten. Die 222 stellte nicht nur einen Bruch mit den traditionellen Sportuhr-Merkmalen dar, sondern zeichnete sich auch durch das typische Design der 1970er Jahre aus und führte eine neue stilistische Handschrift des Hauses ein. Das Gehäuse mit integriertem Armband hatte eine funktionelle Konstruktion auf einer flachen Basis, die von einer markanten kannelierten Lünette gekrönt wurde und bei 5 Uhr ein Malteserkreuz aufwies.
Bei dem aus einem Stück gefertigten Gehäuse musste das Uhrwerk von oben eingesetzt werden; dank der verschraubten Lünette war die Uhr bis 120 Meter wasserdicht. Mit nur 7 mm Bauhöhe war die 222, die Stunden, Minuten und das Datum anzeigte, dank des extra-flachen Kalibers 1120 auch beispielhaft schlank; wozu das 3,05 mm hohe und damals flachste Vollrotor-Automatikkaliber der Welt wesentlich beitrug. Als Gegengewicht zu dieser optischen Eleganz vermittelten die schlichten Stabzeiger und Indizes sowie die großen sechseckigen Mittelglieder des Armbands einen Eindruck von Robustheit und selbstbewusster Modernität. Im Jahr 2025 präsentiert Vacheron Constantin nun eine Neuauflage des ersten von Sammlern „Jumbo“ genannten Modells 222 mit blauem Zifferblatt, das von einem 37-mm-Edelstahlgehäuse eingerahmt wird. Die Neuauflage profitiert von mehreren technischen Verbesserungen.
Die Glieder des Armbands, das nun mit einer Dreifach- statt einer Zweifachschließe geschlossen wird, wurden neu gestaltet, um die sichtbaren Stifte zu verbergen und die Ergonomie zu verbessern. Der Gehäuseboden mit der Signatur zum 270-jährigen Jubiläum ist mit einem transparenten Saphirglas versehen, das den Blick auf das hauseigene Kaliber 2455/2 freigibt. Es hat einen etwas geringeren Durchmesser als das Vorgänger-Modell, ist jedoch dennoch nur 3,6 mm hoch. Die Schwungmasse dieses Präzisionsuhrwerks ist mit dem Original-Logo der 222 graviert und mit einem kannelierten Motiv versehen, das an die Lünette erinnert. Dank einer Frequenz von 4 Hz (28.800 Halbschwingungen pro Stunde) – das ursprüngliche Modell pulsierte mit 2,75 Hz – bietet das Uhrwerk eine höhere Präzision und eine Gangreserve von 40 Stunden.
Auf dem Zifferblatt wurde das Datumsfenster zur Mitte verschoben, so dass es nicht mehr in die Minuterie hineinragt. Die Vintage-Schriftart des Schriftzugs „AUTOMATIC“ und die Super-LumiNova®-Beschichtung der Zeiger und Indizes (tagsüber cremefarben, nachts lindgrün) sind eine Anspielung auf den Farbton des Tritiums, das in historischen Uhren verwendet wurde. Diese Veredelung zeigt die nie nachlassende Liebe zum Detail von Vacheron Constantin, mit einer Kombination aus vertikaler Satinierung und Polierung auf mehreren Elementen der Uhr, wie der Krone, dem Armband und der Lünette, die faszinierende Lichteffekte erzeugt. Wie alle Modelle der Historiques-Kollektion markiert auch die 222 einen wichtigen Punkt in der Geschichte der Manufaktur. Unter Beibehaltung des unverwechselbaren Designs und des nostalgischen Charmes des Originals ist die Neuauflage 2025 in Edelstahl absolut zeitgemäß und verkörpert die Grundwerte des Hauses mit eleganter Raffinesse, lässiger Ungezwungenheit und kompromisslosem Streben nach Exzellenz.
