Die Wiener Lebensart im Hotel Sacher
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©Privat

Die Wiener Lebensart im Hotel Sacher

Das Hotel Sacher Wien, 1876 gegründet, gehört für mich zu den legendären Adressen der Stadt. Kaum ein Buch über Wien kommt ohne eine Erwähnung dieses Hauses aus. Bei gastronomischen Orten unterscheide ich immer zwischen denen, die vor allem mit ihrer Küche überzeugen, und denen, die ein Gesamterlebnis aus Atmosphäre, Stil und Ästhetik bieten. Für mich ist das Sacher definitiv Letzteres. Alles – von den Uniformen des Personals über die feine Tischwäsche bis hin zum Porzellan – strahlt diese kultivierte Wiener Luxustradition aus, die man sofort spürt, sobald man eintritt.

Im Hotel gibt es zahlreiche historische Salons und Bars, die nach ihrer Farbgestaltung oder ihrem Stil benannt sind. Besonders gern gehe ich in die Rote Bar, die Grüne Bar, das Café Bel Étage oder das traditionsreiche Café Sacher Wien. Jeder Raum hat seinen eigenen Charakter und eignet sich für ein gemütliches Frühstück, einen stilvollen Afternoon Tea oder private Veranstaltungen.

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Café Bel Étage ©Privat

Mein absoluter Lieblingsort ist die Blaue Bar. Sie ist elegant im Stil der Belle Époque eingerichtet, mit tiefblauen Stoffen, Samtpolstern, schweren Vorhängen, Kristalllustern und vergoldeten Details. Ich liebe die intime Atmosphäre dort, auch wenn es nur fünf Tische gibt. Seit Jahrzehnten treffen sich hier Gäste aus aller Welt zu klassischen Cocktails, Champagner, erlesenen Weinen oder kleinen Wiener Snacks wie Sandwiches, Toast oder Strudel. Die Blaue Bar ist für mich ein Ort, an dem man die Zeit ein wenig vergisst – allerdings ist die Reservierung mittlerweile etwas kompliziert geworden, mit Vorauszahlung und persönlichen Angaben.

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Blaue Bar ©Privat

Der Rote Salon ist ebenfalls ein Raum, in dem ich gern verweilte. Mit seinen roten Stoffen, Stuck, Spiegeln und prachtvollen Lüstern strahlt er klassische Wiener Eleganz aus. Küchenchef Anton Pozeg überrascht hier mit österreichischen Klassikern wie Wiener Schnitzel oder Tafelspitz auf höchstem Gourmetniveau. Vorspeisen liegen zwischen 26 und 38 Euro, Hauptgerichte zwischen 31 und 52 Euro. Der Rote Salon eignet sich perfekt für private Diners oder elegante Empfänge.

Der Grüne Salon wirkt dagegen ruhiger und besonders elegant. Grüntöne, die Wandbespannung, Möbel und historische Lobmeyr-Luster aus dem Jahr 1883 schaffen eine kultivierte Salonatmosphäre. Ich finde ihn ideal für kleinere Gesellschaften oder geschäftliche Treffen. Hier liegen die Vorspeisen zwischen 36 und 68 Euro, Hauptgerichte zwischen 46 und 98 Euro.

Ein weiteres Highlight ist der Sacher Grill. Dort kann man ein exklusives Sieben-Gang-Menü genießen oder aus raffinierten À-la-carte-Gerichten wählen, darunter Tristan-Languste oder Rinderfilet Wellington. Auch kreative vegetarische und vegane Gerichte gehören zum Angebot. Und am Morgen beginnt der perfekte Tag für mich mit dem Sacher-Buffetfrühstück in den prächtigen Festsälen – ein opulentes Wiener Frühstückserlebnis für 62,50 Euro pro Person.

Für mich ist ein Besuch im Hotel Sacher Wien immer mehr als nur ein Essen oder ein Drink. Es ist ein Gesamterlebnis: Wiener Tradition, Eleganz und die besondere Atmosphäre des Hauses machen jeden Aufenthalt unvergesslich.

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Roter Salon ©Privat