Seit fünf Jahrzehnten gehören die frei beweglichen Diamanten zu den charakteristischen Gestaltungselementen von Chopard. Zum 50. Jubiläum der Happy Diamonds verbindet das Haus die Geschichte der Kollektion mit neuen Schmuckstücken, der Neuauflage der Happy Sport und einer Kampagne mit Bella Hadid und Liu Wen. Im Mittelpunkt steht dabei ein Prinzip, das seit der Entstehung der Happy Diamonds unverändert geblieben ist: Diamanten sollen sich bewegen können.


Die Idee für die Happy Diamonds entstand 1976 nach einer Beobachtung in der Natur. Beim Blick auf einen Wasserfall sah Chopard das Sonnenlicht, das sich in den Wassertropfen spiegelte und dabei immer neue Lichtreflexe erzeugte. Dieses Zusammenspiel aus Bewegung und Licht wurde zur Inspiration für ein Schmuckkonzept, bei dem Diamanten nicht mehr fest in einer Fassung sitzen. Stattdessen werden sie zwischen zwei Saphirglasscheiben platziert und können sich darin frei bewegen.


Aus dieser Idee entwickelte sich eines der bekanntesten Gestaltungselemente des Hauses. Die Diamanten reagieren auf die Bewegung der Person, die das Schmuckstück trägt, und erzeugen dabei ein wechselndes Spiel aus Licht und Reflexion. Caroline Scheufele, Co-Präsidentin und Künstlerische Leiterin von Chopard, beschreibt die ursprüngliche Idee als eine Verbindung von Freiheit, Bewegung und „Joie de Vivre“.
Neue Formen für die Happy Diamonds
Zum Jubiläum greift Chopard das Prinzip der beweglichen Diamanten in einer neuen Serie von Anhängern auf. Die rechteckige Form wurde bereits 2006 erstmals für ein Happy-Diamonds-Schmuckstück verwendet. Für die neuen Kreationen wurde sie neu interpretiert: Klare Linien und abgeschrägte Kanten treffen auf eine vergrößerte Innenfläche, die den Diamanten mehr Raum für ihre Bewegung gibt.


Die Kollektion umfasst sieben Anhänger, die jeweils mit einer neu gestalteten Kette mit rechteckigen Gliedern kombiniert werden können. Die Schmuckstücke sind in ethischem Gelb-, Rosé- und Weißgold erhältlich. Bei den kleineren Modellen bewegen sich jeweils drei Happy Diamonds in einem 16,5 Millimeter langen Rahmen. Die größeren Varianten messen 25,4 Millimeter und greifen ebenfalls auf drei frei bewegliche Diamanten zurück. Bei den Weißgold-Modellen kommt zusätzlich Diamantbesatz zum Einsatz.


Eine besondere Ausführung ist der Haute-Joaillerie-Anhänger. Das 49 Millimeter lange Rechteck aus ethischem Weißgold wird von Diamanten im Trapez- und Smaragdschliff eingefasst, während sich im Inneren sieben Happy Diamonds frei bewegen. Die Konstruktion soll dabei nicht nur den Rahmen betonen, sondern gleichzeitig den beweglichen Steinen ihren Raum lassen.


Auch bei der Fassung setzt Chopard auf Details. Bei den Weißgold-Anhängern kommt erstmals eine abgeschrägte Fassung mit seitlichen Lichtaussparungen zum Einsatz. Die als „Castle Setting“ bezeichnete Konstruktion orientiert sich laut Chopard an der Silhouette von Burgzinnen und lässt eine durchgehende Reihe von Diamanten entstehen, die optisch nahezu schwebt.


Die Rückkehr der Happy Sport
Parallel zu den neuen Schmuckstücken bringt Chopard die Happy Sport The First zurück. Das Modell geht auf die 1993 von Caroline Scheufele entworfene Happy Sport zurück. Damals wurde die Verbindung von Stahl und Diamanten zum zentralen Merkmal der Uhr. Die Happy Diamonds bewegten sich bei der Happy Sport nicht mehr lediglich rund um das Zifferblatt, sondern erstmals direkt darüber.


Die Neuauflage orientiert sich am ursprünglichen Design, wurde aber in ihren Proportionen und Details aktualisiert. Die Uhr wird mit 26 und 33 Millimetern Gehäusedurchmesser angeboten. Zur Auswahl stehen Varianten aus Lucent Steel, Kombinationen aus Lucent Steel und ethischem Gelbgold sowie Ausführungen aus ethischem Gelbgold. Je nach Größe bewegen sich fünf beziehungsweise sieben Happy Diamonds über dem Zifferblatt.


Ein Element des ursprünglichen Entwurfs ist das Armband mit seinen abgerundeten „Pebble“-Gliedern. Caroline Scheufele ließ sich dabei von Kieselsteinen inspirieren, deren Formen durch die Bewegung des Wassers über lange Zeit abgerundet werden. Die weichen Konturen des Armbands greifen diese Inspiration auf und sollen sich entsprechend geschmeidig um das Handgelenk legen.


Auch das Zifferblatt verbindet klassische Elemente mit den beweglichen Diamanten. Die silberne, fein gekörnte Oberfläche wird von mitternachtsblauen römischen Ziffern und einer Chemin-de-Fer-Minuterie ergänzt. Darüber liegen gebläute, schwertförmige Zeiger. Zwischen den beiden Scheiben aus entspiegeltem Saphirglas bewegen sich die Happy Diamonds und reagieren auf jede Bewegung der Uhr.


Bei der Fertigung greifen zahlreiche Arbeitsschritte ineinander. Gehäuse und Armband werden geformt, Komponenten von Hand veredelt und montiert. Eine besondere Präzision ist bei der Fassung der Happy Diamonds erforderlich, da die Steine innerhalb ihrer Goldkapseln zwischen den Saphirglasscheiben frei beweglich bleiben müssen.
Bella Hadid und Liu Wen als Gesichter der Kampagne
Die gemeinsame Präsentation von Schmuck und Uhr bildet auch den Ausgangspunkt für die neue Happy-Diamonds-Kampagne. Chopard setzt dafür auf Bella Hadid und Liu Wen. Beide sind Botschafterinnen des Hauses, bringen jedoch unterschiedliche Ausdrucksformen in die Inszenierung ein. Hadid wird dabei als spontan und ausdrucksstark beschrieben, während Liu Wen für eine ruhigere und präzise Form der Bewegung steht.


In den Kampagnenbildern und Filmen werden die Diamanten selbst zu beweglichen Elementen der Inszenierung. Sie reagieren auf Gesten, Körperbewegungen und den Rhythmus der beiden Models. Bewegung wird damit nicht nur zum technischen Merkmal der Schmuckstücke, sondern zum verbindenden Motiv der gesamten Kampagne.


Für die filmische Umsetzung zeichnet Regisseur Manu Cossu verantwortlich. Die Choreografie stammt von Stephen Galloway und setzt auf kleine Bewegungen, die teilweise erst auf den zweiten Blick sichtbar werden – etwa eine Veränderung des Blicks, eine Bewegung der Schulter oder einen Atemzug. Fotograf Greg Williams übertrug dieses Zusammenspiel von Körper, Licht und Diamanten zusätzlich in eine Bildserie.


Damit knüpft die Kampagne unmittelbar an die ursprüngliche Idee der Happy Diamonds an. Die Diamanten sind nicht nur Schmuckelemente, sondern reagieren auf ihre Umgebung und verändern ihr Erscheinungsbild mit jeder Bewegung. Nach 50 Jahren wird aus dem ursprünglichen Gestaltungskonzept damit erneut ein verbindendes Motiv für Schmuck, Uhr und visuelle Inszenierung.
Eine Idee mit langer Geschichte
Dass Chopard für das Jubiläum auf eine bereits mehrfach neu interpretierte Idee zurückgreift, gehört zum Konzept der Happy Diamonds. Die rechteckigen Anhänger führen eine Form aus dem Jahr 2006 weiter, während die Happy Sport The First auf einem Entwurf von 1993 basiert. Beide greifen auf dasselbe Grundprinzip zurück, setzen es aber in unterschiedlichen Formen um.


Auch die Materialien verbinden die aktuellen Kreationen mit der heutigen Ausrichtung des Hauses. Chopard gibt an, seit 2018 bei der Herstellung von Schmuck und Uhren zu 100 Prozent ethisches Gold zu verwenden. Für die Stahluhren kommt seit 2023 Lucent Steel zum Einsatz, eine Stahllegierung mit einem Recyclinganteil von 80 Prozent.


Zum 50. Jubiläum bleibt damit vor allem jene Idee bestehen, mit der die Happy Diamonds einst entstanden sind: Diamanten müssen nicht statisch sein. In den neuen Anhängern, der Happy Sport The First und der Kampagne mit Bella Hadid und Liu Wen wird diese Idee erneut unterschiedlich umgesetzt – zwischen klaren geometrischen Formen, klassischer Uhrmacherei und einer Inszenierung, in der Bewegung zum zentralen Gestaltungselement wird.


