Damen-Luxusuhren voller Magie
Roger Dubuis Lady of the Lake Hawthorn Edition_RDDBEX1196_SD_FAMILLE
©Roger Dubuis

Damen-Luxusuhren voller Magie

Eine Luxusuhr verrät oft mehr über ihren Träger als die Zeit. Sie ist Ausdruck von Stil, Persönlichkeit und einem Gespür für außergewöhnliche Handwerkskunst. Wenn Gold auf Diamanten trifft, feinste Mechanik auf kunstvolle Gestaltung und traditionelle Uhrmacherei auf die Kreativität großer Schmuckhäuser, entstehen Kreationen, die weit über ihre Funktion hinausgehen. Drei neue Damenuhren von Van Cleef & Arpels, Roger Dubuis und Tiffany & Co. zeigen, wie faszinierend die Verbindung von Schmuck und Zeitmessung sein kann.

Secret Watches von Van Cleef & Arpels

Es gibt Schmuckstücke, die ihre wahre Funktion erst auf den zweiten Blick preisgeben. Die Secret Watches von Van Cleef & Arpels gehören zu dieser besonderen Kategorie. Mit den neuen Ludo Secret Watches knüpft die Maison an ein ikonisches Design aus dem Jahr 1934 an. Damals wie heute dient das Ludo-Armband als gestalterische Inspiration. Seine Form erinnert an einen eleganten Gürtel, dessen goldene Glieder sich wie ein fein gewobenes Geflecht um das Handgelenk legen.

Die Neuinterpretation mit Saphiren verbindet poliertes Gelbgold mit intensivem Blau. Die Edelsteine bilden großzügige Halbmondmotive auf dem Goldgrund. Erst wenn beide Seiten der mit Edelsteinen besetzten Schmuckschnalle gleichzeitig gedrückt werden, kommt das Zifferblatt aus weißem, guillochiertem Perlmutt zum Vorschein. Ein Saphir im Baguetteschliff markiert die Zwölf-Uhr-Position. Auch Varianten in Roségold mit rosafarbenen Saphiren oder Diamanten sowie eine Ausführung in Gelbgold setzen die Idee der verborgenen Uhr fort. Die Ludo Secret bleibt damit ein Schmuckstück, dessen uhrmacherische Funktion sich erst auf einen gezielten Handgriff hin offenbart.

Excalibur Lady of the Lake von Roger Dubuis

Einen anderen Weg schlägt Roger Dubuis mit der Excalibur Lady of the Lake ein. Die neue Hawthorn-Edition widmet sich Viviane, der geheimnisvollen Herrin des Sees aus der Artussage. Im Mittelpunkt steht der Weißdorn, dessen Blüten und Beeren als gestalterisches Motiv dienen. Das dreidimensionale Zifferblatt vereint 147 Diamanten, kunstvoll gearbeitete Blüten aus weißem Perlmutt und rote Saphire, die die Beeren des Strauchs darstellen.

Das 36 Millimeter große Gehäuse aus Roségold ist mit Diamanten verziert und erinnert in seiner Gestaltung an ein kostbares Schmuckstück. Die zweiflächige Lünette und die plastisch ausgearbeiteten Details setzen die aufwendige Inszenierung fort. Ein tiefrotes Alligatorlederarmband mit Perleffekt ergänzt die Kreation.

Hinter der opulenten Erscheinung steckt anspruchsvolle Mechanik. Durch den Saphirglasboden lässt sich das automatische Kaliber RD830 mit 183 Komponenten betrachten. Eine Schwungmasse aus 22-karätigem Gold und aufwendige Veredelungen unterstreichen den Anspruch der Manufaktur. Die Hawthorn-Edition ist Teil einer Reihe, in der Roger Dubuis unterschiedliche Facetten der Viviane-Figur interpretiert. Neben der neuen Weißdorn-Kreation stehen Varianten, die ihre kämpferische und ihre geheimnisvolle Seite aufgreifen.

Bird on a Flying Tourbillon von Tiffany & Co.

Bei Tiffany & Co. wird die Uhr zur kleinen Szenerie. Die neue Bird on a Flying Tourbillon mit Aventuringlas-Zifferblatt nimmt Bezug auf die berühmte Bird on a Rock-Brosche, die Jean Schlumberger 1965 für das New Yorker Haus entwarf. Zwei mit Diamanten besetzte Vögel scheinen vor einem schimmernden Nachthimmel davonzufliegen. Ihr Hintergrund besteht aus 16 einzeln gefertigten Aventuringlas-Intarsien, die von Hand poliert und zu einer mehrschichtigen Komposition zusammengesetzt werden. Allein diese Arbeit nimmt 45 Stunden in Anspruch.

Das Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold misst 39 Millimeter. Insgesamt 681 Diamanten mit einem Gewicht von 3,7 Karat schmücken die Uhr. Besonders aufwendig ist auch das fliegende Tourbillon, das unter einer facettierten Kuppel aus Saphirglas sichtbar wird. Das ultradünne Glas wiegt lediglich 0,309 Gramm und wird mit handgeführten Diamantwerkzeugen bearbeitet.

Das maßgefertigte Schweizer Handaufzugswerk entstand unter der kreativen Leitung von Tiffany & Co. in Zusammenarbeit mit der Haute-Horlogerie-Manufaktur Artime. Es besteht aus 205 Komponenten und bietet eine Gangreserve von 50 Stunden. Mehr als zwei Jahre Entwicklungsarbeit stecken in der Kreation, die auf lediglich fünf Exemplare limitiert ist.

Drei Häuser, drei unterschiedliche Handschriften: Van Cleef & Arpels setzt auf die Raffinesse verborgener Zeitmesser, Roger Dubuis verbindet Schmuckkunst mit einer märchenhaften Erzählung und Tiffany & Co. inszeniert die Uhr als mechanisches Kunstwerk. Gemeinsam ist ihnen der Anspruch, Zeit nicht nur zu messen, sondern sie in eine eigene ästhetische Welt zu übersetzen.

Ekaterina Mucha Instagram