Weltfrauentag 2026: Warum ich gerne Frau bin
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Weltfrauentag 2026: Warum ich gerne Frau bin

Feminismus – für manche ein heikles, für andere ein längst überfälliges Thema. Ich selbst bin in Russland geboren und aufgewachsen – einem Land, in dem patriarchalische Strukturen fest verankert sind und Machtpositionen meist von Männern besetzt werden. Deshalb möchte ich eines gleich klarstellen: Diskriminierung von Frauen, egal in welcher Form, ist absolut inakzeptabel. Veraltete Rollenbilder und Stereotype haben im 21. Jahrhundert keinen Platz.

Die Geschichte des Feminismus

Feminismus entstand aus jahrhundertelanger Ungleichheit. Erste Ansätze finden sich im 17. Jahrhundert bei der Menschenrechtlerin Marie Le Jars de Gournay. Richtig Fahrt nahm die Frauenbewegung jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa, den USA und Australien auf. Damals kämpften Frauen unter anderem gegen die Beschränkungen der Ehe, die ihre Freiheit durch finanzielle Abhängigkeit stark einschränkte.

Heute ist Feminismus nach wie vor ein aktuelles Thema: Er setzt sich für Gleichberechtigung ein, deckt Diskriminierungen auf und hinterfragt gesellschaftliche Normen. Verschiedene Strömungen betonen unterschiedliche Aspekte – während der Gleichheitsfeminismus auf die soziale Prägung von Unterschieden hinweist, erkennt der Differenzfeminismus biologische Unterschiede an.

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Fortschritte in Politik und Beruf

Heute sehen wir Frauen in Führungspositionen in Politik, Wirtschaft, Unternehmen oder auch im Bundesheer. Wer das leugnet, ignoriert einfach die Realität. Ein besonders wichtiger Fortschritt ist die Väterkarenz: Väter haben nun Anspruch auf zwei Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub und können die insgesamt drei Jahre Elternzeit flexibel mit der Mutter aufteilen. Das gibt Frauen die Möglichkeit, sich trotz Kind beruflich weiterzuentwickeln und zeigt, wie gesellschaftliche Gleichberechtigung praktisch unterstützt wird.

Körperliche und biologische Unterschiede

Biologisch gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die ebenfalls Einfluss auf Verhalten, Eigenschaften und Interessen haben. Studien zeigen etwa, dass Männer und Frauen unterschiedliche Gehirnstrukturen und Hormonspiegel besitzen. Frauen haben im Durchschnitt ein leichteres Gehirn und einen höheren Stoffwechsel pro Hirngewebe, während Männer mehr Testosteron produzieren, was Eigenschaften wie Durchsetzungsfähigkeit oder Risikobereitschaft beeinflusst.

Auch der weibliche Hormonhaushalt schwankt stark – während des Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft oder der Menopause – und beeinflusst Konzentration, Gefühle und soziale Orientierung. Diese „Orientierung am Menschen“ macht Frauen besonders wertvoll in Berufen im Gesundheitswesen, der Erziehung oder sozialen Bereichen.

Selbstbestimmung und Wertschätzung

Mein Fazit zum Weltfrauentag: Jede Frau hat ein Recht auf Selbstbestimmung, persönliche Freiheit und Ausbildung. Ich zähle mich nicht zur Fraktion, die glaubt, Frauen und Männer seien vollkommen gleich – wir sind unterschiedlich, und das ist gut so. Frausein hat viele Vorteile: Unsere Lebenserwartung ist statistisch höher, wir können Leben schenken und wir verfügen über soziale Intelligenz, die in vielen Lebensbereichen entscheidend ist.

Ich genieße es, Frau zu sein. Feminismus bedeutet für mich nicht, ständig kämpfen zu müssen, sondern dafür einzustehen, dass Frauen in Freiheit, Sicherheit und Würde leben können – heute, am Weltfrauentag und jeden Tag.

Um den heurigen Weltfrauentag zu feiern, sind hier einige der Dinge, die ich daran mag, Frau zu sein:

  1. Da wir Frauen im Gegensatz zu Männern einen sehr niedrigen Testosteron Spiegel haben, behält unser Geschlecht viel eher unser wunderschönes Haar bis ins hohe Alter.
  2. Wir Frauen pflegen häufig tiefere Freundschaften und Familienbeziehungen.
  3. Gesellschaftlich ist es oft leichter für Frauen, Gefühle offen zu zeigen und über Probleme zu sprechen, was seelisch entlastend sein kann.
  4. Wir haben im Großen und Ganzen einfach interessantere Styling-Möglichkeiten als Männer.
  5. Wir besitzen aufgrund unserer emotionalen Intelligenz auch eine gewisse kommunikative Stärke.
  6. Männer unterschätzen uns oft. Und das können wir clever nutzen. Schaut Euch beispielsweise Marilyn Monroe, Dita Von Teese und hunderte andere Hollywood-Erscheinungen an, die Millionen mit ihrem Charme kassiert haben. Und wer uns unterschätzt, ist selbst schuld.
  7. In der Disco gehen die Drinks meist nicht auf unsere Kosten.