Max Maras Wochenende mit einer Künstlerin
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Max Maras Wochenende mit einer Künstlerin

Für die Frühjahr/Sommer-Saison 2026 erkundet die Weekend Max Mara Capsule Collection das kreative Wesen dieses einzigartigen Projekts aus einer neuen Perspektive – durch die Augen von fünf international renommierten Künstlerinnen und Künstlern, die eine Ikone des Hauses neu interpretieren: den Trenchcoat.

PREVIEW SHOT Weekend Max Mara A Weekend with an Artist

In diesem Sinne diente der charakteristische Canasta-Trenchcoat als leere Leinwand für die Künstlerinnen Victoria Kosheleva, Paola Pivi, Tschabalala Self, Tai Shani und Shafei Xia. Jeder von ihnen kreierte einen eigenen „Künstler-Trench“ – wahre Statement-Stücke, die ihre individuelle Vision, Technik und kreative Ausdruckskraft verkörpern.

Ausgewählt wurden die Künstler*innen von Francesco Bonami, einem renommierten Kunstkritiker, Kurator und Autor. Er war unter anderem Direktor der Biennale von Venedig, Kurator der Whitney Biennale für amerikanische Kunst und ist aktuell künstlerischer Leiter von BYArtmatters in Hangzhou sowie Mitglied des Vorstands der Gagosian Gallery. Bei der Auswahl standen Unverwechselbarkeit, eine einzigartige visuelle Sprache und ein ausgewogenes Generationenverhältnis im Vordergrund – sowie die Fähigkeit, sich frei auszudrücken und sich nicht von Trends oder Marktmechanismen leiten zu lassen.

„Ziel war es, durch ein ikonisches Kleidungsstück die Möglichkeit individueller und persönlicher Ausdrucksformen zu schaffen – etwas, das grundlegend ist für jede Form von Mode, die ihrer Zielgruppe eine einzigartige Perspektive bieten möchte“, erklärt Francesco Bonami.

Die Künstlerin Victoria Kosheleva, die in ihrem Stil zeitgenössische und klassische Bildsprache zu dem verbindet, was sie als „Cyber-Expressionismus“ bezeichnet, arbeitete direkt an einem Prototyp und bemalte ihn mit verschiedenen Motiven, die Weekend Max Mara anschließend als Print umsetzte. Für Kosheleva ist ein Trenchcoat mehr als nur ein Kleidungsstück – er ist wie ein Vorhang oder ein Bühnenkostüm, auf dem Schachbrettmuster, ein verziertes Auge, verschnörkelte Ornamente und Blumen harmonisch zusammenfinden. Die Idee entsprang ihren Überlegungen zu Theatralik, Masken und der Figur des Tricksters – einem wiederkehrenden Charakter in ihrer Arbeit. „Es ist eine Stimmung, ein Zustand, eine Geste. Es ist, als würde man ein Stück Theater, einen Traum, unbeantwortete Fragen mit sich tragen. Der Mantel ist nicht einfach dekorativ“, sagt Kosheleva.

Die italienische Künstlerin Paola Pivi, die oft Alltagsgegenstände in ihre Kunst einbindet und dabei deren Eigenschaften verändert, um die Wahrnehmung der Realität infrage zu stellen, lebt derzeit im üppigen Hawaii. Dort findet sie Inspiration im hellen Licht, in der kraftvollen Farbintensität von Flora und Fauna – und vor allem in den fast täglich erscheinenden doppelten Regenbögen. Diese Naturphänomene flossen in ihr Trenchcoat-Design ein: Vertikale, mehrfarbige Streifen verlaufen über Vorder- und Rückseite und formen eine Sanduhrsilhouette, die sich in der Taille verjüngt.

Tschabalala Self, geboren in Harlem, ist bekannt für ihre Collagegemälde, Drucke, Skulpturen und Installationen, die sich mit Identität und der kulturellen Bedeutung von Zeichen und Symbolen befassen. Ihr Trenchcoat ist in pastelligem Gelb lackiert und mit ihren rosa „Infinity Flowers“ verziert – ein Symbol für die vergängliche Schönheit der Natur und deren Verbindung zur menschlichen Körperlichkeit. Die Infinity Flower, wie eine mehrjährige Pflanze, die jährlich wieder erblüht, erinnert daran, dass Wandlung in unseren Wurzeln liegt. Für die Umsetzung wurde ein Stempelverfahren gewählt, das von der traditionellen Batik-Technik inspiriert ist.

Der von Tai Shani entworfene Trench besteht aus schwarzem Vinyl und glänzt auffällig. Die multidisziplinäre Künstlerin arbeitet mit Performance, Film, Fotografie und Installationen – oft basierend auf experimentellem Schreiben. Sie beschäftigt sich mit Themen wie reproduktiver Arbeit, Krankheit und Solidarität und versucht, feminisierte ästhetische Formen – wie florale, psychedelische oder gothische Elemente – durch eine utopische Militanz zurückzuerobern. In ihren Worten spielt das schwarze Vinyl „mit dem Trench als Kleidungsstück der Heimlichkeit“, ergänzt durch handgezeichnete Katzenillustrationen – ein humorvoller Verweis auf Pin-ups der 1950er-Jahre.

Die in Bologna lebende chinesische Nachwuchskünstlerin Shafei Xia ist bekannt für ihren provokanten, frechen Stil, der sich aus der japanischen Shunga des 19. Jahrhunderts, chinesischer erotischer Malerei sowie dem kultivierten Narzissmus eines Luigi Ontani speist. Für ihr Trenchcoat-Kunstwerk nutzte sie ihre charakteristische Technik – Aquarell auf Sandelholzpapier – und zeigte eine Frau, die sich mit einem weißen Tiger vereint, umgeben von floralen Details, die sich vom Kragen bis zum Saum über den Rücken des Mantels ziehen. Die Bildsprache zeigt einen Kontrast zwischen ruhiger Oberfläche und innerem Sturm – zwei gegensätzliche Kräfte, die sich umeinander winden. Ein stilles Aufblitzen von Freude tritt aus purpurroten Blüten hervor, während das Leben zwischen Liebe und Zerstörung lodert.

Die Kampagne wurde von Petra Collins fotografiert – einer vielseitigen Künstlerin und Regisseurin, deren Bildsprache den Stil der 2010er- und frühen 2020er-Jahre maßgeblich geprägt hat.

In „A Weekend with an Artist“ zeigt sie eine besondere Perspektive: das Selbstporträt. Collins ist das Posieren vor der Kamera gewohnt – für dieses Projekt trägt sie selbst die fünf exklusiven Trenchcoats, die auch in Stillleben festgehalten wurden, in einem Setting, das an ein Lager voller Kunstwerke erinnert.

Diese künstlerisch gestalteten Statement-Stücke tragen den Sammler*innenwert in sich – und werden zu einer neuen Form von Kunst. Einer, die man tragen kann.