Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, damit wir gesund, attraktiv und leistungsfähig bleiben. Es existieren hunderte verschiedene Ernährungsformen – hier sollte jeder für sich herausfinden, welche die Passende ist.


Hier sind paar der bekanntesten Diäten:
- Eiweiß-Diät – dazu zählen sowohl tierische als auch pflanzliche Eiweiße.
- Stoffwechseldiät – die Kalorien-Verbrennungs-Methode (es ist erlaubt, mageres Fleisch, Fisch, kohlenhydratarmes Obst und Gemüse, Eier und Käse zu essen).
- Low Carb Diät – wenig Carbs (Kohlenhydrate) für weniger Gewicht.
- Paleo Diät – essen wie in der Steinzeit (jedes Lebensmittel in seiner ursprünglichen Form darf aufgenommen werden, alle verarbeiteten Lebensmittel werden gestrichen).
- IIFYM – mega kompliziert: Du darfst alles essen, was in deine Makros passt… Das heißt:Tabellen erstellen, Essen abwiegen, eine spezielle App installieren usw. So wird der tägliche Makroverbrauch berechnet.


Skurrile Diäten (und, meiner Meinung nach, nicht sinnvolle Diäten):
- Intervallfasten – beim intermittierenden Fasten (lateinisch intermittere = unterbrechen oder aussetzen) wechselt man zwischen Fasten und der gewohnten Ernährung ab. Innerhalb von acht Stunden darf gegessen werden, in den darauffolgenden 16 Stunden wird gefastet. An fünf Tagen darf man wie gewohnt essen, an den zwei restlichen Wochentagen wird die Nahrungszufuhr bei Frauen auf 500 Kalorien reduziert – bei Männern auf 600.
- Ketogene Diät – eine der skurrilsten Diäten: Sogar fettige Lebensmittel sind erlaubt. Und zwar in Kombination mit so wenig Carbs wie möglich.
- Schlank im Schlaf Diät – „Schlank im Schlaf”, also abnehmen über Nacht… Aber was, wenn eine wie ich einfach nicht mehr als 7-8 Stunden schlafen kann – Schlaftabletten nehmen?!
- High Carb Diet – so viele Carbs ist möglich zu sich nehmen.. What?! Wer hat diesen Blödsinn erfunden?
Schadstoffe, gefährliche sogar giftige Lebensmittel
Das Thema über gefährliche sogar giftige Lebensmittel ist berechtigt, aber so pauschal lässt sich nicht sagen, dass alles gefährlich ist. Entscheidend sind immer Dosis, Dauer und individuelle Empfindlichkeit. Es gibt jedoch einige Stoffe und Gewohnheiten im Alltag, die bei dauerhafter Belastung tatsächlich problematisch sein können.
In der Ernährung spielen vor allem stark verarbeitete Lebensmittel eine Rolle. Sie enthalten häufig viele Zusatzstoffe, Zucker und ungünstige Fette. Besonders ein hoher Zuckerkonsum und Transfette können langfristig die Leber belasten und zur Entwicklung einer Nicht-alkoholische Fettleber beitragen. Auch Pestizidrückstände sind ein Thema, wobei diese in der Regel in geringen Mengen vorkommen – die Qualität und Herkunft der Lebensmittel machen hier einen Unterschied.
Beim Thema Plastik geht es weniger um das Material an sich als um bestimmte chemische Bestandteile. Substanzen wie Bisphenol A (BPA) oder Phthalate können unter bestimmten Bedingungen aus Verpackungen austreten, insbesondere bei Hitze oder bei fetthaltigen Lebensmitteln. Deshalb ist es sinnvoll, Speisen nicht in Plastikbehältern zu erhitzen und stattdessen Glas oder Edelstahl zu verwenden. Mikroplastik ist ebenfalls ein viel diskutiertes Thema, allerdings sind die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen noch nicht vollständig geklärt.
Auch bei Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln liegt das Risiko weniger im Plastikbehälter als in der Einnahme selbst. Viele Menschen nehmen Präparate ohne echten Bedarf ein. Dabei können insbesondere fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K bei Überdosierung die Leber belasten. Die Kapseln bestehen meist aus Gelatine oder pflanzlicher Zellulose und sind in der Regel unproblematisch, solange die Dosierung stimmt und die Qualität der Produkte gewährleistet ist.
Die Leber ist ein sehr leistungsfähiges Organ, das täglich Schadstoffe abbaut. Probleme entstehen meist nicht durch einen einzelnen Faktor, sondern durch eine Kombination aus dauerhaft ungesunder Ernährung, Alkohol, Medikamenten und möglichen Umweltgiften. Deshalb ist ein bewusster Umgang entscheidend: möglichst frische und unverarbeitete Lebensmittel, vorsichtiger Einsatz von Plastik bei Hitze und eine gezielte statt wahllose Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.


F. X. Mayr-Kur
Bei all diesen Konzepten merkt man schnell: Ernährungstrends kommen und gehen. Manche sind sinnvoll, andere wirken eher wie ein kurzfristiger Hype. Was mir persönlich dabei oft fehlt, ist ein ganzheitlicher Ansatz – einer, der nicht nur auf Gewichtsverlust abzielt, sondern auf echte Gesundheit. Genau hier kommt die sogenannte Mayr-Kur ins Spiel. Sie wurde vom österreichischen Arzt Franz Xaver Mayrentwickelt und verfolgt einen völlig anderen Ansatz als klassische Diäten. Statt Kalorien zu zählen oder bestimmte Lebensmittel strikt zu verbieten, geht es vor allem darum, den Körper – insbesondere den Darm – zu entlasten und wieder in Balance zu bringen. Die F. X. Mayr-Kur basiert auf vier grundlegenden Prinzipien.


Schonung
Der Verdauungstrakt soll entlastet werden. Deshalb wird während der Kur meist eine sehr leichte Ernährung empfohlen. Klassisch bestand sie aus trockenen Semmeln mit Milch – heute gibt es modernere Varianten mit leichter, gut bekömmlicher Kost.
Reinigung
Der Darm soll von belastenden Stoffen befreit werden. Das geschieht durch verschiedene Methoden wie spezielle Trinkkuren, Bittersalz oder ähnliche Anwendungen sowie viel Wasser und Kräutertees.
Schulung
Ein zentraler Teil der Kur ist das Erlernen neuer Essgewohnheiten. Dazu gehören sehr langsames Kauen, kleine Portionen und bewusstes Essen ohne Ablenkung. Plötzlich merkt man, wie viel bewusster und angenehmer Essen sein kann.
Substitution
Während der Kur wird der Körper zusätzlich mit wichtigen Nährstoffen unterstützt, zum Beispiel mit Mineralstoffen, Basenpräparaten oder Vitaminen.


Das Ziel der Mayr-Kur ist nicht nur Gewichtsverlust. Vielmehr geht es um eine Verbesserung der Darmgesundheit, eine Entlastung des Stoffwechsels und mehr Energie im Alltag. Gleichzeitig entwickelt man oft ein ganz neues Bewusstsein für Ernährung. Heute wird diese Methode in spezialisierten Gesundheitsresorts modern umgesetzt und medizinisch begleitet, zum Beispiel im BLEIB BERG F.X. Mayr Retreat.
Für mich persönlich ist das vielleicht der spannendste Unterschied zu vielen Diäten: Es geht nicht darum, möglichst schnell ein paar Kilos zu verlieren – sondern darum, dem Körper wirklich etwas Gutes zu tun und langfristig bewusster zu leben.


