Gucci FW19/20

“Die Maske als Übergang zwischen Sicht- und Unsichtbarem”, Gucci betreibt Mode aus einer philosophischen Perspektive!

„Ich möchte Sie erinnern; erinnern an den etymologischen Ursprung des Wortes ‚Person‘ – nahezu unverändert in allen europäischen Sprachen übernommen vom lateinischen ‚persona‘. ‚Persona‘ bezog sich ursprünglich auf die Maske eines Schauspielers. Mit ihrer Hilfe bedeckte er sein ‚wahres‘ Gesicht und schlüpfte so in die Rolle des Schauspielers auf der Bühne.“ Hanna Arendt erinnert uns daran, dass wir durch die Wahl unserer Masken zu Personen werden, die auf der Bühne der Welt erscheinen. Durch unser Zusammenspiel definieren wir unsere Subjektivität und unseren ethischen und politischen Platz. Zeigen wir uns in der Öffentlichkeit, offenbaren wir uns anderen in unseren vielschichtigen Identitäten. Der Raum der Sichtbaren bedingt somit die Möglichkeit, zusammen und gleichzeitig verschieden zu sein.

© Gucci

Ein metaphysisches Vorurteil hat die Maske stets als Werkzeug der Verschleierung angesehen; als etwas, das die Realität täuscht, das uns unwiderruflich unecht machte. Wenn wir unter Authentizität jedoch die Möglichkeit verstehen, an der Vorstellung festzuhalten, die wir von uns selbst haben, wird die Maske für uns zu einem Mittel, das zu werden, was wir fühlen. Die Maske ermöglicht es uns, uns selbst darzustellen – und jene Rolle zu spielen, die wir für die beste halten. Wir können wählen; wählen, wie wir unsere Freiheit leben, was wir teilen und was wir im Gegenzug verbergen möchten.

© Gucci

Arendt reflektiert über die Natur des Erscheinungsbildes und betont dessen Doppelfunktion – sich zu zeigen und sich gleichzeitig zu verstecken. Was wahrhaftig erscheint, erscheint doch nie ganz: die Offenbarung des einen Teils bedingt die Geheimhaltung des anderen. Die Maske hält dabei stets die Spannung zwischen divergenten Impulsen aufrecht: Zurschaustellung und Verdeckung, Manifestation und Schutz, Eitelkeit und Bescheidenheit. Die Maske ist eine Form; und wie jede Form in der Lage, zu reparieren, zu kaschieren – oder zu offenbaren. In Wirklichkeit besteht sie aus zwei Seiten, die aus demselben Material geformt wurden, die eine konkav, die andere konvex. Sie ermöglicht die Vereinigung von Innen und Außen, von Präsenz und Abwesenheit, von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Die Tiefe überlagert die Oberfläche. Und wer eine Maske trägt, zieht an, was ihn auszieht.

© Gucci

Das Spiel mit der magischen Ambiguität einer Maske ist die Möglichkeit, die kreativen Wurzeln unseres Wesens zu entdecken. „Als unterschiedliches und einzigartiges Wesen unter Gleichen zu leben.“ (H. Arendt). Wenn unsere Erscheinung die physiologische Bedingung ist, über unser Denken über uns selbst als Person zu reflektieren, bieten sich Masken als Mittel an, mit dessen Hilfe wir unserem vielfältigen Werdegang Bürgerrechte verleihen können.

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