viennaARTaward 2019

Ein glanzvoller Gala-Abend im Zeichen der Kunst

Zum 14. Mal würdigte das Wiener Landesgremium des Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Vermitteln, Bewerten, Bewahren und Fördern von alter und neuer Kunst verdient gemacht haben, mit einem viennaARTaward. Im Rahmen einer glanzvollen Gala im Wiener Novomatic Forum wurden folgende Persönlichkeiten ausgezeichnet:

Hans-Peter Wipplinger vom Leopold Museums ist Museumsdirektor des Jahres

Elisabeth Rammel Hans, Peter-Wipplinger Horst Szaal © Lepsi

Als erfolgreichster Museumsdirektor des Jahres wurde der aus Schärding (OÖ) stammende Direktor des Leopold Museums, Hans-Peter Wipplinger, mit dem viennaARTaward 2019 in der Kategorie „Museumswesen“ ausgezeichnet. 1968 in Schärding geboren, studierte Hans-Peter Wipplinger Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Wien und begann 24-jährig als Mitarbeiter im OK Centrum für Gegenwartskunst in Linz. Sein weiterer Lebensweg führte ihn zum New Museum of Contemporary Art in New York. Dort kam unter anderem der Kontakt zu Yoko Ono zustande, für die Wipplinger vielbeachtete Retrospektiven kuratierte. Weiters leitete er sehr erfolgreich das Museum Moderner Kunst in Passau und die Kunsthalle in Krems an der Donau. Seit 2015 ist Hans-Peter Wipplinger museologischer Direktor des Leopold Museums. „Gemeinsam mit seinem Team hat er die international anerkannte Museumsmarke gefestigt. Vor allem hat die zeitgenössische Kunst unter seiner Direktion stärker Einzug ins Museum gehalten, wie zum Beispiel die Ausstellung Wow!, Spitzweg & Wurm, die große Retrospektive zu Kokoschka und natürlich die Jubiläumsschauen zum Jahr 1918“, begründet die Jury die Auszeichnung Wipplingers. „Man muss kreative Ideen auf den Boden bringen, sie sozusagen erden. Dazu bedarf es einer Akquisition von Drittmitteln. Unternehmerisches Denken ist heute wichtig, um ein Museum erfolgreich führen zu können. Meine Aufgabe als Direktor sehe ich darin, intelligente Menschen aus der Wirtschaft zu sensibilisieren, anzusprechen und zur Kunst zu verführen. Das hat auch viel mit Netzwerken zu tun. Dieses Wort sehe ich aber überhaupt nicht negativ, sondern als wichtiges Tool eines Museumsdirektors. Nur so werden Projekte möglich, die sonst keine Chance auf Realisierung hätten“, so Wipplinger. Die Laudatio hielt der Vorstand des Leopold Museums und Kulturminister a.D. Josef Ostermayer. Überreicht wurde der von dem akademische Bildhauer Johannes Höfinger gestaltete Award vom Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer Wien Anton Ofner und Gremialobmann Horst Szaal.

Preis für „Lebenswerk“ geht an das kunstsinnige Ehepaar Bogner

Erich und Getraud Bogner, Thomas Kaminsky, Werner Remm, Horst Szaal © Lepsi

Seit 1979 treffen im mittelalterlichen Schloss Buchberg in der Nähe von Gars am Kamp Geschichte und Gegenwartskunst aufeinander. Im Laufe der Jahrzehnte hat das Ehepaar eine bemerkenswerte Sammlung konstruktiver und konzeptueller Kunst aufgebaut, die es 2007 teilweise dem Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok) als bisher größte Schenkung überlassen hat. „Jeden Sommer wird das Schloss mit seinem großen Garten zudem zu einem Kunstraum Buchbergs, der sich dem Diskurs und der Begegnung mit Kunst öffnet. Um einerseits die Sammelleidenschaft zu würdigen und andererseits auch die Kunstliebhaber zu ehren, erhalten Gertraud und Dieter Bognerden diesjährigen viennaARTaward in der Kategorie ,Lebenswerk als Sammler`“, begründete die Jury des Awards ihre Entscheidung. Die Laudatio hielten der deutsche Maler Thomas Kaminsky. Überreicht wurde der Preis von Herausgeber Werner Remm. Bogner: „Kunstsammeln wird schnell zu einer aufregenden Passion – einmal begonnen, kann man kaum widerstehen, seiner Sammlung das nächste wunderbare Werk hinzuzufügen. Sammeln von Kunst ist ein in unser Leben integrierter und mit unserer Arbeit verflochtener, wechselseitig produktiver Reflexionsprozess.“

Wolfdietrich Hassfurther ist „Klassischer Kunsthändler“

Rainer Trefelik, Wolfdietrich Hassfurther © Lepsi

Der viennaARTaward 2019 in der Kategorie „Klassischer Kunsthändler“ ging an Wolfdietrich Hassfurther. Seit mehr als 40 Jahren ist der Galerist und Auktionator ein Inbegriff in der Wiener Galerienszene. Begonnen hat Hassfurther als Antiquar und Autografenhändler, entdeckte anschließend die wunderbare Welt der bildenden Kunst und gründete daraufhin seine eigene Galerie. Spezialisiert hat er sich auf Gemälde, Meisterzeichnungen, Skulpturen, Druckgrafiken u.v.m. Die Jury erklärte: „Bis zum heutigen Tage ist seine polarisierende Persönlichkeit sein Markenzeichen, sein Erfolgsrezept besteht jedoch aus seinem Wissen, seiner Ehrlichkeit und seinem Talent, besondere Meisterwerke aufzuspüren. Um seine fachliche Kompetenz, seine Beständigkeit und das unbändige Engagement im Kunsthandel zu ehren, wird Wolfdietrich Hassfurther mit dem viennaARTaward 2019 ausgezeichnet.“ Die Laudatio hielt Spartenobmann Rainer Trefelik, der auch den Award überreichte. „Mit neun Jahren bin ich nach Wien gekommen. Ich wusste aber nie, was ich wollte, denn ich habe mich für alles interessiert, von Politik bis Kunst. Eine Freundin meines Vaters meinte dann, ,der Bub liest so gerne Bücher, der sollte Buch- oder Kunsthändler werden´. Da es aber immer weniger private Büchereien gab, entschied ich mich, Kunsthändler zu werden“, erklärte Hassfurther die Entstehung seiner Leidenschaft für Kunst.

Martin Janda ist „Zeitgenössischer Kunsthändler“

Martin Janda © Lepsi

Über die Auszeichnung „Zeitgenössischer Kunsthändler“ des Jahres durfte sich der Wiener Galerist Martin Janda freuen. Schon zu Schulzeiten war Kunst für Martin Janda unentbehrlich. Um seiner Leidenschaft auch beruflich nachzugehen, gründete er 1992 nach seinem kunstgeschichtlichen Studium in der Praterstraße den „Raum aktueller Kunst“. Damals betrachtete er die Galerie bereits als Informationsraum für Kunstinteressierte, in der er Künstler zeigte, von denen er sich zu diesem Zeitpunkt angesprochen fühlte. Bis zum heutigen Tag ist ihm eine langjährige Zusammenarbeit mit Künstlern sehr wichtig, das heißt, ein Werk oder ein Leben für eine gewisse Zeit zu begleiten. „Einerseits zeichnet sich die kontinuierliche Leidenschaft seiner Arbeit durch die sehr hohe Qualität der einzelnen Kunstobjekte aus, andererseits bestätigt sich dies auch in der guten internationalen Geschäftstätigkeit.“ Überreicht wurde der Preis von Gremialobmann Horst Szaal. Die Laudatio hielt der chinesische Künstler Jun Yang. Janda: „Mein erster wichtiger Verkauf war mit 18 an Rudolf Leopold. Da habe ich erkannt, was mich wirklich interessiert. Dazu kommt die langjährige Zusammenarbeit mit Künstlern, die man über das ganze Leben begleitet. Auch wenn viele sagen, online ist heute wichtig, so hat für uns die Galerie die größte Bedeutung, denn die Galerie ist ein Ort der Betreuung, wo intensiv mit den Künstlern gearbeitet werden kann.“

Heni Zanoni, La Hong © Lepsi

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