Wenn ich höre „Du hast Glück, schlank zu sein“, antworte ich fast immer: „Als ich in Italien gelebt habe, habe ich in den ersten Monaten sofort 15 Kilo zugenommen.“ Ich habe einen sehr schnellen Stoffwechsel – leider nehme ich ebenso rasch zu, wie ich auch wieder abnehme. Jedes Mal, wenn ich gesündigt habe, muss ich mit Konsequenzen rechnen und ergreife am nächsten Tag gezielte Maßnahmen.
Ich glaube, jede Frau weiß ganz genau, welche Abnehm-Methoden bei ihr wirken und welche nicht. Vom Fasten halte ich persönlich wenig – auch weil ich aufgrund meines niedrigen Blutdrucks aus medizinischen Gründen darauf verzichten sollte. Ebenso unpassend und sogar schädlich empfinde ich Saftkuren, aufgrund einer Übersäuerung.
Seit vielen Jahren schwöre ich hingegen auf die Low-Carb-Diät. Das regelmäßige Reduzieren oder auch zeitweise komplette Streichen von Kohlenhydraten wirkt bei mir wahre Wunder. Ich fühle mich dadurch nicht nur leichter, sondern auch konzentrierter und leistungsfähiger.

Die offizielle Berechnung des BMI finde ich unnötig kompliziert – und ehrlich gesagt auch wenig alltagstauglich. Für mich zählt eine einfache Faustregel, die schnell im Kopf funktioniert und mir ein realistisches Bild gibt:
Bei Männern zieht man von der Körpergröße 100 ab, bei Frauen 110.
Zum Beispiel: Bei meiner Größe von 176 cm liegt das Idealgewicht bei etwa 66 kg.
Natürlich spielt auch der Körpertyp eine Rolle. Es gibt sogenannte Genotypen, diese gehen auf den US-amerikanischen Mediziner und Psychologen William Sheldon zurück. Er untersuchte in den 1940er-Jahren den Körperbau des Menschen, um diesen hinsichtlich physischer und psychischer Eigenschafen zu klassifizieren.

Es gibt diese drei Körpertypen:
- ektomorpher Typ
- mesomorpher Typ
- endomorpher Typ
Diese drei Körpertypen geben einen Anhaltspunkt, wie die optimale Trainings- und Ernährungsgestaltung aussehen sollte.
Um herauszufinden welcher Körpertyp man ist und wie man sein Training und die Ernährung optimal anpasst, können Bilder von einem selbst, sowie der Verwandtschaft hergezogen werden um den richtigen Typen zu bestimmen.
Ich persönlich bin der Körpertyp Endomorph. Dieser Körpertyp neigt nicht nur dazu, leicht Körperfett anzusetzen, sondern lässt es auch schwer wieder los. Um seine Traumfigur zu erreichen ist hier eine Anpassung des Trainings und der Ernährung unbedingt notwendig.
Leider muss ich sehr darauf achten, was ich esse und vor allem wie viel. Um Kilos zu verlieren, muss man ein Kaloriendefizit aufbauen. Proteine und ein paar Kohlenhydrate nach dem Training sind wichtig. Nur so kann man Muskeln aufbauen. Fett sollte man reduzieren, aber nicht komplett streichen.
Ein guter Tipp: Bilder von sich selbst in Bestform am Kühlschrank helfen beim Verzichten. Das mache ich auch, und zwar mit folgendem Bild, auf dem ich 18 war. Wenn ich das sehe, überlege ich mir dreimal, ob ich ein Stück Pizza aus dem Kühlschrank nehmen soll.

Freilich hilft es aber nicht nur, auf die Ernährung zu achten. Sport ist schon auch ein Muss. Um den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und Körperfett abzubauen, sollte man regelmäßige Ausdauereinheiten auf den Trainingsplan setzen. Aber auch Krafttraining darf nicht fehlen. Muskeln helfen, den Grundumsatz zu erhöhen und auch im Ruhezustand mehr Energie zu verbrennen.


