Zu Gast im Kvarner Palace
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Zu Gast im Kvarner Palace

Als ich auf der Terrasse des Kvarner Palace saß und zum ersten Mal über die Kvarner Bucht blickte, musste ich mein Handy erst einmal weglegen. Dieser Blick ist einer dieser Momente, die auf Fotos zwar schön aussehen, in Wirklichkeit aber noch einmal eine ganz andere Wirkung haben. Das Wasser schimmert je nach Sonnenstand in unterschiedlichsten Blautönen, im Hintergrund ziehen Segelboote vorbei und rundherum sorgen die Pinien für diesen typischen mediterranen Duft, den man sofort mit Urlaub verbindet.

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Kroatische Genussmomente mit traumhafter Kulisse. ©Privat

Genau dieses Gefühl begleitet einen während des gesamten Aufenthalts. Das Kvarner Palace gehört nicht zu den Hotels, die mit spektakulären Effekten oder übertriebenem Luxus beeindrucken wollen. Stattdessen lebt das Haus von seiner Geschichte, seiner Lage und einer Atmosphäre, die man nur schwer beschreiben kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat.

Schon die Anreise ist unkomplizierter, als man vielleicht denkt. Von Wien sind es mit dem Auto rund 520 Kilometer bis nach Crikvenica – je nach gewählter Route etwa fünf bis sechseinhalb Stunden Fahrt. Wer lieber mit dem Flugzeug anreist, kann den Flughafen Rijeka/Krk nutzen. Dieser liegt auf der Insel Krk und ist über die Brücke mit dem Festland verbunden. Vom Flughafen sind es nur rund 20 Minuten mit dem Auto bis nach Crikvenica. Das Kvarner Palace organisiert auf Wunsch auch einen Transfer vom Flughafen zum Hotel, was die Anreise besonders angenehm macht. Auch von den Flughäfen Pula, Zagreb, Triest und Ljubljana werden Transfers angeboten.

Das Hotel ist dabei kein klassisches Ganzjahreshotel. Die Saison 2026 reicht vom 1. April bis zum 8. November – damit ist das Kvarner Palace rund sieben Monate im Jahr geöffnet. Gerade der Frühling und der Herbst haben dabei ihren eigenen Reiz: weniger Trubel, angenehme Temperaturen und viel Ruhe im weitläufigen Park.

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Bei einer exklusiven Mittagsverkostung im Kvarner Palace verwöhnte uns der Chefkoch mit ausgewählten Spezialitäten der kroatischen Küche – authentisch, raffiniert und mit viel Liebe zum Detail. ©Privat

Schon beim Betreten fällt auf, dass das Gebäude seinen historischen Charakter behalten hat. Die Belle-Époque-Architektur ist überall präsent, gleichzeitig wirkt nichts altmodisch. Ich mag Hotels, die Persönlichkeit haben, und genau das ist hier der Fall. Statt austauschbarer Einrichtung findet man viele Details, die dem Haus seinen eigenen Charakter geben. Gleichzeitig fehlt es an nichts, was man von einem modernen Vier-Sterne-Hotel erwartet.

Besonders viel Zeit habe ich draußen verbracht. Der Park rund um das Hotel ist deutlich größer, als ich erwartet hatte. Zwischen den alten Bäumen gibt es immer wieder ruhige Plätze, von denen aus man auf das Meer schaut. Ich bin mehrmals einfach ohne Ziel durch die Anlage gelaufen, weil sie so angenehm ruhig ist. Selbst wenn das Hotel gut gebucht ist, verteilt sich alles so großzügig, dass man nie das Gefühl hat, es wäre voll.

Was mir an der Anlage besonders gefallen hat, war die Verbindung aus gepflegter Gartenlandschaft und mediterraner Natur. Zwischen üppiger Bepflanzung, alten Bäumen und liebevoll angelegten Wegen entdeckt man immer wieder kleine Bereiche, in denen man einfach sitzen und die Umgebung auf sich wirken lassen kann. Gerade diese vielen unterschiedlichen Plätze machen den Garten für mich zu einem der schönsten Bereiche des Hotels. Die verschiedenen Poolanlagen fügen sich dabei harmonisch in die grüne Umgebung ein und vermitteln trotz ihrer Größe eine angenehme Ruhe und Großzügigkeit.

Auch am Pool habe ich deutlich mehr Zeit verbracht als ursprünglich geplant. Eigentlich wollte ich die Umgebung erkunden, am Ende bin ich immer wieder auf meine Liege zurückgekehrt. Von dort schaut man direkt Richtung Meer, hört das Wasser und vergisst ziemlich schnell, wie spät es eigentlich ist. Gerade am Nachmittag, wenn das Licht etwas weicher wird, wirkt die gesamte Anlage besonders schön.

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Und natürlich ist es die unmittelbare Nähe zum Meer, die den besonderen Charakter des Kvarner Palace ausmacht. Die hoteleigene Strandanlage liegt eingebettet in die Natur und eröffnet einen schönen Zugang zum klaren Wasser der Adria. Das Rauschen der Wellen, die warme mediterrane Luft und der Blick hinaus aufs Wasser sorgen dafür, dass der Alltag erstaunlich schnell in weite Ferne rückt. Für mich entsteht genau hier diese besondere Verbindung aus Garten, Pools, Natur und Meer, die den Aufenthalt so außergewöhnlich macht.

Mein Zimmer war genauso, wie ich es mir bei einem historischen Grand Hotel wünsche: großzügig, hell und stilvoll eingerichtet. Kein übertriebener Luxus, sondern hochwertige Materialien, viel Platz und eine angenehme Ruhe. Nachts konnte ich bei offener Balkontür schlafen und morgens wurde ich nicht vom Straßenlärm, sondern von Vogelgezwitscher geweckt – etwas, das im Alltag viel zu selten vorkommt.

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Genossen haben wir das Menü im eleganten Restaurant mit Blick auf den Pool und das tiefblaue Meer, umgeben von einer prachtvollen Vielfalt an Blumen und mediterranen Pflanzen. ©Privat

Kulinarisch hat mich das Hotel ebenfalls überzeugt. Besonders das Frühstück auf der Terrasse bleibt mir in Erinnerung. Frisches Obst, regionale Spezialitäten, Eierspeisen, die direkt zubereitet werden, dazu ein Kaffee mit Blick über den Park – besser kann ein Urlaubstag kaum beginnen. Auch abends merkt man, dass viel Wert auf regionale Produkte gelegt wird. Die Küche verbindet mediterrane Aromen mit kroatischen und österreichischen Einflüssen, ohne dabei künstlich modern wirken zu wollen.

Was ich außerdem sehr angenehm fand, war die Stimmung im gesamten Hotel. Obwohl das Kvarner Palace ein traditionsreiches Haus ist, wirkt nichts steif oder förmlich. Das Personal war während meines gesamten Aufenthalts aufmerksam und herzlich, ohne aufdringlich zu sein. Genau diese Art von Gastfreundschaft macht für mich oft den größten Unterschied.

Natürlich habe ich mir auch Crikvenica angesehen. Die Uferpromenade lädt zu langen Spaziergängen ein, überall gibt es kleine Cafés und Restaurants, und das Meer ist beeindruckend klar. Trotzdem habe ich mich jedes Mal darauf gefreut, wieder ins Hotel zurückzukehren. Das passiert mir ehrlich gesagt nicht oft, denn normalerweise bin ich unterwegs lieber ständig unterwegs als im Hotel. Hier war es genau andersherum.

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Wer aber nicht nur entspannen, sondern auch etwas von der Umgebung sehen möchte, hat rund um das Kvarner Palace zahlreiche Möglichkeiten. Das Hotel bietet verschiedene Bootsausflüge und Inselerlebnisse an. Mit dem Ausflugsboot oder bei einer privaten Bootstour lassen sich die Küste und die Kvarner Bucht aus einer ganz anderen Perspektive entdecken. Auf dem Programm stehen unter anderem Ausflüge entlang der Küste, versteckte Buchten, Sonnenuntergangstouren und Touren zur Insel Krk. Besonders schön finde ich die Möglichkeit, die Insel vom Wasser aus kennenzulernen.

Mein persönlicher Tipp: ein Halbtagesausflug auf die Insel Krk. Wer nicht den ganzen Tag unterwegs sein möchte, kann sich auf einige besondere Eindrücke konzentrieren. Ein kurzer Spaziergang durch die historische Stadt Krk, die der Insel ihren Namen gibt, lässt sich wunderbar mit dem Ausflug verbinden. Anschließend bleibt noch Zeit, die Landschaft, das Meer und das mediterrane Lebensgefühl der Insel zu genießen. Alternativ bietet sich auch Vrbnik an, das für seine engen historischen Gassen, seine Lage hoch über dem Meer und den regionalen Žlahtina-Wein bekannt ist. Das Kvarner Palace organisiert ebenfalls Ausflüge nach Krk; eine Tour mit dem Ausflugsboot „Roberta“ verbindet die Insel beispielsweise mit einer Führung durch die Altstadt von Vrbnik und einer Weinverkostung.

Mein Insider-Tipp ist Nada in Vrbnik. Hoch über dem Meer, ein traumhafter Blick, ein gutes Glas Wein und dieses wunderbare mediterrane Lebensgefühl – für mich ist das genau einer dieser Plätze, die einen Ausflug zu etwas Besonderem machen. Das Restaurant Nada liegt mitten in der historischen Altstadt von Vrbnik und direkt bei einem bekannten Aussichtspunkt mit Blick auf die Küste. Neben mediterraner Küche spielt hier natürlich auch der Wein eine wichtige Rolle. Für mich ein Platz, den man kennen sollte – und den längst nicht jeder kennt.

Wer lieber auf eigene Faust unterwegs ist, kann Krk übrigens auch bequem mit dem Auto erreichen. Die Insel ist über die markante Krk-Brücke mit dem Festland verbunden. Dadurch lassen sich Orte wie Vrbnik oder die Stadt Krk ebenso gut individuell erkunden. Wer das Auto stehen lassen möchte, kann von Crikvenica außerdem mit der Fähre nach Šilo auf der Insel Krk fahren.

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Für mich ist das Kvarner Palace ein Ort, an dem Geschichte und mediterrane Leichtigkeit wunderbar zusammenfinden. Die Belle-Époque-Nostalgie, die gepflegte Eleganz, die üppige Gartenanlage, die Pools, die hoteleigene Strandanlage und die unmittelbare Nähe zur Adria ergeben zusammen eine Atmosphäre, die sich nur schwer mit einem einzelnen Highlight erklären lässt. Es ist vielmehr dieses Zusammenspiel vieler Eindrücke, das den Aufenthalt so besonders macht.

Unser Aufenthalt im Hotel wurde nicht zuletzt durch das engagierte Team zu einem besonderen Erlebnis. Hoteldirektorin Kristina Bukovac sorgt mit viel Gespür für Gastfreundschaft und einen herzlichen Empfang. Kulinarisch verwöhnt wurden wir von Küchenchef Danijel Ljubijankić und Sous Chef Luka Hapčo, die mit ihrem Team für genussvolle Momente sorgten. Für einen rundum gelungenen Service im Restaurant und im gesamten F&B-Bereich zeichnet Restaurantleiter und F&B Manager Raul Superina verantwortlich. Das Zusammenspiel dieser engagierten Persönlichkeiten macht den Aufenthalt zu einem Erlebnis, bei dem Gastfreundschaft, Kulinarik und Service harmonisch ineinandergreifen.

Das Kvarner Palace ist deshalb für mich kein Hotel, das man wegen einer spektakulären Attraktion besucht. Es ist vielmehr die Summe vieler kleiner Dinge: die historische Architektur, der außergewöhnlich schöne Park, der Blick über die Kvarner Bucht, die entspannte Atmosphäre, das gute Essen und dieses Gefühl, dass hier alles ein wenig langsamer läuft. Ein Haus mit Charakter, Geschichte und Seele – und einer dieser Orte, an die man sich noch lange nach der Heimreise mit einem Lächeln erinnert. Genau deshalb würde ich jederzeit wiederkommen.